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Collection Fehrmann Jules Vernes „Voyages extraordinaires"- Band VE 45: Der stolze Orinoko - VERFILMUNGEN © Bildmaterial: VANGUARD CINEMA |
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FILM
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DVD-Cover Venezuela 2005 © VANGUARD CINEMA
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“Der stolze Orinoko” als Verfilmung aus Venezuela 2005
Originaltitel: “1888, el extraordinario viaje de la Santa Isabel”, auch unter “1888, el extraordinario viaje de Jules Verne” und “1888 The Extraordinary Voyage of Jules Verne” als DVD in Amerika vertrieben
Eine der seltenen Überraschungen in der Filmwelt: Eine Produktionsfirma hat sich einer doch eher unbekannten Romanvorlage Jules Vernes angenommen: „Der stolze Orinoko“. Wenn man dann jedoch bedenkt, dass die Romanhandlung in Venezuela spielt, dann ist es eigentlich naheliegend, dass dort ansässige Firma die Idee dazu hatte. Außergewöhnlich ist auch die Rahmenhandlung in der die Geschichte eingebettet wurde: Jules Verne selbst ist Hauptperson der Handlung. Obwohl der Film im März 2006 im französischen Toulouse auf dem Lateinamerikanischen Filmfestival vorgestellt wurde, ist er in Europa noch weitestgehend unbekannt.
Honorine Verne ist erbost: Konfrontierte sie doch ihr Gatte mit neuen Reiseplänen: Diesmal soll es zum Orinoko gehen. Als sie dann auf Nachfrage feststellt, dass dieses Reiseziel auf der anderen Seite des Ozeans liegtt und das Jules offensichtlich wieder längere Zeit unterwegs ist, ist sie nur schwer zu beruhigen. Doch dieser lässt sich nicht von seinen Plänen abbringen und kurz darauf landet er mit seinem Schiff an der Mündung des Orinoko. Dort trifft er den italienischen Geografen und Forscher Stradelli, der die noch unbekannte Quelle des Orinoko erkunden will.
Dem Zuschauer ist recht bald klar, dass sich hinter dem jungen Mann eine verkleidete Frau verbirgt. Nur die beiden Hauptakteure scheinen etwas „blind“ zu sein. Nach einigen Tagen kommt ihm/ihr allerdings Verne auf die Schliche, als er durch Zufall Augenzeuge eines ausgiebigen Bades Juans wird. Genüsslich betrachtet er die nun offensichtliche Juana, die sich hinter der Verkleidung verbarg (Szenenbild rechts unten). Als diese auch noch ungeschickt aus dem Wasser steigt und sich dabei am Bein verletzt, springt Jules galant ein. Es dauert auch nur noch wenige Filmszenen, bis die beiden zueinander finden. Stradelli, der den jungen Mann nicht so richtig leiden kann will man das Geheimnis noch nicht offenbaren. Die Verkleidung scheint sicherer im Busch zu sein. Als Stradelli zu Erkundungen bei Indios unterwegs ist, finden Juana und Jules auch körperlich zu einander. Honorine ist im fernen Europa und Generationen von der jugendlichen Begehrlichkeit Juanas entfernt. Dies scheint die Vitalität des 60jährigen zu fördern…
Doch die Demaskierung hat auch sein Gutes. Juana kann sich freier bewegen, zieht sich wieder fraulich an – hat jetzt aber die Küchenarbeit am Halse. Während Juana auflebt und Sartadell diese immer interessanter findet, hat Verne gesundheitliche Probleme. Er hat einen Diabetisanfall der ihn schwächt und bei einem Ausflug zu einem Berg muss er zurückbleiben, was das neu gefundene Pärchen sichtbar genießt. Mit dieser neuen Konfiguration scheint man sich zu arrangieren. Verne, sichtlich froh über die neue Lösung, macht der jungen Frau klar, dass diese offensichtlich den Schriftsteller in ihn verehrt hat was zur Affäre führte. Nicht ausgesprochen stellt sich die Frage natürlich umgekehrt: Was trieb Jules? Als sich nun unsere Dreiergruppe Indios am Flussufer nähert, die auf ein Boot warten welches sie stromab bringen soll, beschließt Verne sich von den Beiden zu trennen. Sie sollen gemeinsam den Oberlauf des Orinokos erkunden und dabei nach Juanas Vater suchen. Er tritt den Rückweg an. Der Schluss ist schnell erzählt - natürlich findet man den Quellfluss, ob es genau DER Quellfluss des Orinokos ist, ist inzwischen für Stradelli nebensächlich geworden. Er hat für sich das Ziel erreicht. Und die andere Aufgabe? Als die Beiden in einer nahe gelegenen Missions den Padre nach dem verschollenen Kermor befragen, schließt dieser seine wiedergefundene Tochter in die Arme. Gefunden!
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Hinweis: Beschrieben werden nur in meiner Sammlung befindliche Bücher und Verfilmungen. |
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Copyright © Andreas Fehrmann – 01/09, update 30. Januar 2009