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Die
Erstausgabe: © ÉDITIONS DE L'OLIFANT, Porrentruy, Schweiz 1991; Hg. Jean-Michel Margot; Vorwort von
Michel Tournier; Illustrationen von Gérard Bregnard (siehe rechts im
Text); Druck mit 656 Ausgaben
(Vorliegendes Exemplar Nr. 392; CF /K3301/)
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Le
Mariage de M. Anselme des Tilleuls (Die Hochzeit von Herrn Anselme von
Tilleuls) 1855/56
Erstveröffentlicht
1991 unter dem Titel: Le
Mariage de M. Anselme des Tilleuls. Souvenir d'un élève de huitième
in Manuscrits
nantais, vol. 3, 1991 Seite 1531 bis 1554. Dieses Werk ist
in der
Complete Jules Verne Bibliography by Volker
Dehs, Zvi Har'El & Jean Michel Margot unter II, 3. Posthumous Stories Nr. 3
erfasst. Die Entstehungsgeschichte liegt etwas im Dunkeln. V. Dehs
vermutet in seiner RORORO-Biographie (Details zum Buch siehe unter QUELLE
CF/5501/ Zitat v. Seite 43):
„Vielleicht stammt aus der Zeit kurz vor oder nach der Heirat die
satirische Erzählung Le Mariage de M. Anselme de Tilleuls, deren
Existenz die Erben bis zum Tode Jean Jules-Verne verschwiegen haben,
weil das Werk ganz und gar nicht in das Bild vom anständigen Romancier
passen will. Andere, bravere Texte sind in Arbeit...“ (Anmerkung:
gemeint sind bestimmte Doppeldeutigkeiten im Text)
Jules Verne überrascht mit einer recht frivolen
Erzählung: Held der Geschichte ist der nicht gerade von Schönheit
gesegnete und recht einfältige Marquis Anselme des Tilleuls. Der
beauftragt seinen Lateinlehrer Naso Paraclet mit Suche nach einer,
seinem Stande entsprechenden Braut. Neben dieser Aufgabe beschäftigt
sich Paraclet, Spottfigur eines Gelehrten, unaufhörlich mit der
lateinischen Grammatik. Nach vielen Absagen bei potentiellen Bräuten,
gelangt er an einen Gerichtsdiener, der die Chance wahrnimmt, seine
schwer an den Mann zu bringende Tochter los zu werden. Nach der dann
arrangierten Hochzeit wurde die Nachkommenschaft jährlich durch ein
Kind gesichert.
Diverse
Abhandlungen über Deklinationen und Konjugationen im Lateinischen (die
Ausbildung des Juristen Verne lässt grüßen ...) und komplizierte
lateinisch / französische Wortspiele machen die Geschichte zu einer
harten Kost. (Bild
rechts: Buchillustration aus der Erstausgabe mit dem Portrait des jungen, damals zirka 27
jährigen Jules aus dieser Zeit). Am 7. April 2011 zog die North American Jules Verne Society mit einer englisch-sprachigen Version nach: Bei Bear Manor Fiction in der Reihe The Palik Series erschien unter ISBN 1-59393-361-4 das Buch The Marriage of a Marquis
mit 128 Seiten in einer Übersetzung von Edward Baxter. Aufgewertet wird
die Ausgabe durch insgesamt 50 Seiten ergänzendes Hintergrundmaterial -
CF /K3302/.
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