Collection Fehrmann

Bühnenwerke

von und nach Jules Verne

- Jules Verne im Theater / Les pièces de théâtre / Plays -





Hinweise zum Bild- und Quellenmaterial:

/1/ Ausarbeitung von Volker Dehs: Inhaltsangaben zu Jules Vernes Theaterstücken vom 28. Januar 2009; Auszug – mit freundlicher Genehmigung des Autors zur Verwendung auf dieser Seite

/2/ Bild von Adolphe François Pannemaker: Marie-Madeleine Guimard dans >Le premier navigateur<, ein Ballett von Gardel

/3/ Einige Fakten aus: Dictionary of Dance unter Marie-Madleine Guimard © 2009 Answers.com

La Guimard 

(Die Guimard - frz. Balletttänzerin des 18./19. JH) 1851 - 1853

Diese Komödie wurde von Jules Verne als «Zwei-Akter» geschrieben. Doch das Werk erlangte nie Bühnenreife und es kam zu Vernes literarischem Nachlass. Die verbreiteteste Publikation ist dazu Jules Verne: Théâtre inédit (TI), herausgegeben von Christian Robin, Paris 2005, Cherche-midi, auf Seite S. 569 bis 638.

Paris unter Ludwig XVI.: Die mondäne, leichtlebige Tänzerin Guimard lässt sich von dem jungen, noch unbekannten Maler Louis Jacques Louis David porträtieren und setzt ihren ganzen Ehrgeiz daran, ihn seiner Geliebten Valentine auszuspannen, die von David vor ihrem Onkel de Vergy entführt worden ist. Vergy lässt David verhaften, aber die Guimard erwirkt durch Bestechung seine Freilassung und verbirgt ihn bei sich, stachelt seine künstlerische Ruhmsucht an und redet ihm ein, Valentine sei ihm, während er im Gefängnis saß, untreu geworden. Enttäuscht gibt sich David der Sängerin hin, wird immer hochmütiger und stolzer und bekommt durch die Intrigen der Guimard den lang ersehnten Rompreis zugesprochen – ausgerechnet durch das düpierte Jury-Mitglied de Vergy. Inzwischen hat sich die Tänzerin aufrichtig in David verliebt und will seinetwegen sogar ihren Beruf aufgeben, aber die verzweifelte Valentine klärt David über ihr doppeltes Spiel auf. Von deren Hingabe tief beeindruckt, ermöglicht die resignierte Guimard dem Paar die Flucht nach Rom. Sie selber tröstet sich mit ihrer Kunst..“ /1/ (Bild rechts /2/)

Hintergrund:

Die Guimard, eigentlich Marie Madeleine Guimard, ist eine historisch belegbare Person. Sie lebte vom 27. Dezember 1743 bis zum 4. Mai 1816. Schon ab dem zehnten Lebensjahr widmete sie sich dem Ballett. Ihr offizielles Debüt hatte sie nach unterschiedlichen Quellen 1756 oder 1758. Ab 1762 trat sie an der Pariser Oper auf. Noch berühmter als ihre Auftritte wahr ihr so genanntes Liebesleben, welches weitestgehend öffentlich bekannt und durch häufig wechselnde Partner gekennzeichnet war. Ihre Liebhaber sollen aus der Theaterwelt, über Prinzen bis zu Bischöfen gereicht haben. Ihr skandalträchtiges Leben erreichte seinen Höhepunkt, als sie 1772 in einem von ihr gegründeten Theaterhaus erotische (manche Quellen sprechen auch von pornografische) Balletts und Bühnenspiele aufführte. Im Jahre 1789 ging sie nach London um am Kings-Theatre und am Covent-Garden-Theatre zu arbeiten. Später heiratete sie den Tänzer und Dichter Jean-Étienne Despréaux und zog sich vom öffentlichen Leben zurück. /3/


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