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FILM 6

 (kein
Kauf-Titel, Montage von mir)
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Die
Reise um die Erde in 80 Tagen: Verfilmung Deutschland / China
1998; Filmtitel: „REISE UM DIE ERDE IN 80 TAGEN“
(Animationsfilm)
Produktion
1999: Manfred Durniok Produktion für Film & Fernsehen,
Mitteldeutscher Rundfunk (MDR), Oriental Communications und dem
Shanghai Zeichentrickfilmstudio; Regie: Hu Zhao Hong und Manfred
Durniok; Drehbuch: Günter und Sibille Rätz, Manfred
Durniok und Hu Zhao Hong; Animation: Zhu Bing, Shang Ning Hua
u.a.; Kamera: Hu Zhao Hong und Lin Jide; Länge 80 Minuten
Was
ich auch schon in den anderen Durniok-Filmen sagen musste, gilt
auch hier: Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit der oben
genannten Filmschaffenden im Projekt
„Kerabans
phantastische Reise“
folgte 1998 die Produktion „Reise um die Erde in 80 Tagen“
und 1999
„Die
Reise zum Mond“.
Allen Filmen eigen war die aufwändige Gestaltung der
Kulissen (siehe Szenenbild links: Kein Foto –
Kulissenbau!), die Vielzahl der agierenden Puppen und die
wohltuende und professionelle Filmmusik, umgesetzt durch das
Shanghaier Filmmusikorchester. Aber noch etwas anderes ist
erwähnenswert: Die Werksnähe der Drehbücher. Die
ist bei dieser Verfilmung verblüffend. Denn wie man in
diesem Format fast alle grundlegenden Ideen der Romanvorlage
einbinden konnte, ist wirklich erstaunlich.
 Wir
starten inmitten der pulsierenden Weltstadt London. Passepartout
ist auf dem Weg zu Mr Fogg, bei dem er sich als Diener beworben
hat. Da er durch Korrektheit überzeugt, wird avom Fleck weg
arrangiert. Wie bekannt, lässt sich Fogg in seinem Club zur
Wette mit der Rekord-Erdumrundung verleiten und schon geht es am
Abend auf die Reise. Seit Suez hängt ihnen dann der
Detektiv Fix an den Fersen, da er in Fogg einen flüchtige
Bankräuber sieht. In Folge können die Helden der
lästige Verfolgung von Fix nicht mehr entgehen. In Indien
kommt es dann zur berühmten Elefantenreise durch den
Dschungel (siehe Szenenbild links), da die neue Bahnverbindung
nicht wie in der Zeitung gerühmt, fertiggestellt ist.
Dadurch haben die Reisenden die Gelegenheit, die vom Feuertod
bedrohte Prinzession Aouda zu retten. Anders als im Buch und den
meisten Verfilmungen, lässt Fogg es sich nicht nehmen, die
Rettung vor den Flammen als Idee und Aktion von Passepartout
darzustellen. Das musste ja mal gesagt werden! Die nachfolgenden
Etappen verlaufen wieder romankonform, wobei Fix den armen
Passepartout nicht mit Opium, sondern mit einer
„Alkoholdröhnung“ so ausschaltet, dass er in
China von seinen Gefährten getrennt wird. Aber in Japan
sind dann wieder alle vereint und man setzt in die Staaten über.
Selbst den tobenden Wahlkampf in San Franzisko baute man in die
Szenen ein – ein gut tuendes Detail. Auf der Bahnfahrt
erfolgt der Indianerüberfall, wobei Aouda ihre Mitstreiter
davon überzeugen kann, dass man auf Indianer nicht einfach
so schießt.... Nachdem die Lok verloren ging, geht es mit
dem Segelschlitten weiter nach New York, doch die Verbindung ist
unterbrochen, das geplante Schiff ist schon weg. Mit der
gecharterten Henrietta kauft man sich zur Überfahrt nach
Frankreich ein, doch Fogg kann die Mannschaft zum Meutern
bewegen (eigentlich eine böse Geschichte ...) aber zum
Schluss lässt sich der Kapitän und Eigner mit Geld
„überzeugen“. Doch kaum auf englischem Boden
vollstreckt Fix seinen Haftbefehl, dadurch scheinen die
Reisenden endgültig aus dem Rennen zu sein. Trotz Korrektur
der Maßnahme erreicht der Sonderzug nach London die
Hauptstadt etwas zu spät. Man gibt auf. Als am Folgetag
Aouda Fogg den Vorschlag macht, wie er eine Freundin und eine
Verwandte gleichzeitig erhalten kann (schön dies Buchzitat
einzubauen!), soll Passepartout das Aufgebot bestellen. Als er
beim Geistlichen bemerkt, dass man sich durch die östliche
Erdumrundung um einen Tag verrechnet hat, geht es im Galopp zum
Reformclub. Geschafft! (Szenenbild oben rechts: Eintreffen im
Reformclub)
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