Collection Fehrmann

Jules Vernes „Voyages extraordinaires"

- Band VE 30 -



Beispielbuch:

NL Groß

Buch oben: © Verlag Neues Leben, Berlin 1978, 1. Auflage, L-Nr.: 303(305/60/78 – CF /3002/)

/1/ Max Popp: “Jules Verne – Sein Leben, seine Werke, seine Nachfolger” 1909; Zitat von Seite 160 (8. Kapitel – Detailangaben zum Buch siehe Quelle /3/ )

/2/ Verne / Hetzel / Macé: „Magasin d'Éducation et de Récréation“; 23e année 1887, 1er semestre, 45e Volume de la collection, Bildzitat von Seite 87 – CF /6624/)

/3/ Verne / Hetzel / Macé: „Magasin d'Éducation et de Récréation“; 23e année 1887, 2e semestre, 45e Volume de la collection, Bildzitat von Seite 116 – CF /6625/)

/4/ Zitat aus Vortitelseite vom oben abgebildeten Buch des Verlags Neues Leben

/5/ Nord contre Sud Bibliotheque D'Education et de Recreation Paris; 1887 in der Ausstattungs-Version  Succés Scolaires mit umlaufenden Goldschnitt; CF /3007/


Nord gegen Süd (1887)

Nord gegen Süd ein OriginalDie Originalausgabe erschien 1887 unter dem Titel Nord contre Sud bei Pierre-Jules Hetzel in Paris. Und zwar: Band I am 26. Mai 1887 und Band II am 14. November 1887 (siehe ein Beispiel einer 87er Ausgabe rechts /5/). Eine Erstveröffentlichung gab es zeitlich etwas vorversetzt im Magasin d'Éducation et de Récréation vom 1. Januar bis zum 1. Dezember 1887 (siehe auch /2/ und /3/)

Max Popp schreibt über Vernes Anliegen im Buch: „Andere weltgeschichtliche Ereignisse, und zwar zumeist solche, die in seine Zeit fielen, hat der Dichter zu größeren Romanen verarbeitet. Zu nennen ist hier zunächst sein Roman »Nord gegen Süd«, in welchem Julius Verne den nordamerikanischen Bürgerkrieg von den Jahren 1861-1865 behandelt. Ganz ausführlich und doch knapp und klar führt er uns in die große Sklavenfrage ein, welche eine Lebensfrage der Vereinigten Staaten geworden war, und an einem schönen Beispiele, nämlich an dem Geschick der Familie Burbank, zeigt er uns die Konsequenzen, welche aus dem blutigen Ringen entstanden.“ /1/

Noch ist (fast) heile Welt im Süden der Vereinigten Staaten. In einer lebendigen Schilderung Jules Vernes lernen wir das ländliche Leben in Florida kennen. Hauptakteur ist ist James Burbank, der die blühende Plantage „Camdless Bay“ sein eigen nennt (Bild links: Stich von L. Benett: Das Plantagenhaus /2/). Doch Burbank ist anders als die ortsansässigen Pflanzer. Seine etwa 700 Schwarzen hatten menschenwürdige Unterkünfte und er plante, sie gegen Bezahlung einstellen zu wollen. Seine Sympathien zu den Nordstaatlern waren der umliegenden „Welt“ ein Dorn im Auge, was sehr gefährlich war, denn der Bürgerkrieg rückte beängstigend näher (Bild rechts: Im Zypressenwald /3/)

Gegenspieler Burbanks ist der gerissen Schurke Texar. Dieser ist ein gefürchteter Sklavenjäger und scheinbar auch ein übler Verbrecher. Er wird zwar regelmäßig verdächtigt an Straftaten beteiligt zu sein, aber seine Aktivitäten lassen sich nicht beweisen. Aber selbst vor Gericht gestellt kann er „... ein lückenloses, unumstößliches Alibi erbringen. Da bricht im Jahr 1861 der Bürgerkrieg in den Staaten aus. Texar wird einer der führenden Männer Floridas, das auf der Seite der Südstaaten steht. Sein größter Gegner, James Burbank ... ergreift für den Norden Partei und gibt seinen Sklaven die Freiheit. Und damit liefert er sich Texar aus, der ihn vernichten will. Burbanks Plantage wird überfallen, seine Tochter und eine Freigelassene wird geraubt und verschwinden spurlos. Burbank ist sich sicher, das Texar seine Hand im Spiel hat - aber er kann ihm nichts beweisen. Nach vielen Verwicklungen, Kämpfen und Fluchten spitzt sich der Konflikt in den Sümpfen Floridas zu. Und dort endlich löst sich das Geheimnis der unerklärlichen Alibis Texars ...“ /4/

Plantangenhaus Zypressenwald

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Hinweis: Beschrieben werden nur in meiner Sammlung befindliche Bücher und Verfilmungen. Dargestellte Bücher sind Beispiele daraus.

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© Fehrmann 07/00, Letzte Aktualisierung 30. Dezember 2015