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Collection Fehrmann Jules Vernes „Voyages extraordinaires"- Band VE 1: Fünf Wochen im Ballon - VERFILMUNGEN © Bildmaterial: Avant Films S.A. & Corporación Nacional Cinematográfica Mexico |
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FILM 2
DVD-Cover Mexiko 2006 © DistriMax Inc.
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Originaltitel: Viaje fantástico en globo, auch unter Fantastic Balloon Voyage als DVD in Amerika vertrieben Mexiko 1975; Regie: René Cardona Jr.; Buch: Antonio Orellana; originalsprache: Spanisch; Laufzeit des Filmes original in Mexico 109 Minuten und als VHS/DVD in den USA mit 86 Minuten; Produktionsfirma: Avant Films S.A. mit Corporación Nacional Cinematográfica (CONACINE) Mexiko; Darsteller: Hugo Stiglitz als Professor Fergusson, Jeff Cooper als Kennedy, Jorge Zamora als Joe; Carmen Vicarte als Victoria, weiterhin Carlos Camacho, René Cardona, Carlos Houman, Silvestre Méndez, Antonio Orellana, Marcos Russek u.v.a.m. Gedreht wurde in Kenia und in Mexiko (Tuxtepec und Valsequillo)
Fergussons schottischer Freund Richard Kennedy hat vom Vorhaben in der Zeitung gelesen. Als erfahrener Großwildjäger will er seinen Freund umstimmen, da er die Gefahren im Busch kennt. Erst als ihm Fergusson vom Ballon erzählt, ist er begeistert. Der Dritte im Bunde soll Fergussons Diener Joe Wilson sein, der in der Filmversion als Schwarzer auftritt. Dafür hat man den in Lateinamerika bekannten Jorge Zamora als Schauspieler gebunden, dort und damals bekannt für lustige Rollen. Buchgerecht wird in Sansibar gestartet, allerdings in einem allseits bekanntem Heißluftballon, also nichts mit großer Geheimnistuerei um die Regulierung des Ballonmechanismus'. Damit es nicht ganz so profan aussieht, man man noch eine Art Regulierungsanlage in das Ballonkorbinnere eingebaut, aber die offenen Flammen der Auftriebseinrichtung wollen nicht so richtig zur Grundidee Vernes Spezialballons passen. Als die Reisenden mit ihrem Ballon VICTORIA auf ihre fiktive Reise durch das Afrika des Jahres 1862 gehen, sind einige Teile der Region noch unbekannt. So versuchen die Ballonfahrer den Spuren der englischen Forscher Speke und Grant zu folgen, die den Oberlauf des Nils erforschen wollten, andere Teile der Karte sind noch ganz leer. Nach anfangs reizvollen Landschaftsaufnahmen und der Vorstellung der einheimischen Tierwelt ist der Film recht schnell in eine tote Phase geraten.
Aber auch die restlichen „Zutaten“ der Filmhandlung bringen die fehlende Spannung nicht so richtig in das Geschehen. Da gibt es neben den wieder vorhandenen Naturfilm-Einlagen das Buchzitat mit dem Elefanten, der den Anker des Ballons mitschleppt, eine Herde boshafter Affen die sich bei einer Rast an der Ausrüstung vergreifen, die obligatorische Löwenüberfälle und dann wird noch in einer Nacht aus der Gewalt der Buschleute ein französischer Geistlicher gerettet. Allerdings war die Aktion nicht so richtig erfolgreich, denn kurz darauf verstirbt er. Der ausgesuchte Begräbnisplatz stellt sich bei der Gelegenheit als goldführendes Gelände heraus. Die Männer können nicht widerstehen, die Ballastsäcke werden mit Goldnuggets gefüllt. Was jetzt folgt ist wieder eine Naturschilderung, diesmal mit trockener „Durststrecke“ und einem folgenden Sturm. Was fehlt noch: Ein drohender Absturz über einem See, leider müssen dafür die Goldvorräte geopfert werden, eine am Boden stattfindende Verfolgungsjagd mit Krokodilen .... und natürlich muss die gerettete Schöne auch noch um ihr Leben bangen, da sie sich eine Wundinfektion zuzog. Aber Kennedy als Retter naht .... Endlich ist die Überquerung Afrikas geglückt, kurz vor der Westküste kann die Gruppe trotz Ballonabsturz von Französischem Militär geborgen werden. Mit dessen Bestätigung der erfolgreichen Reise in der Hand gibt es dann zurückgekehrt in London die Auszeichung durch die Geographische Gesellschaft. Zwar ist Kennedy aus Heiratsgründen nicht bei der Preisverleihung, aber selbst Joe kann einen Orden in Empfang nehmen. Gleich darauf versucht er Fergusson zu einer erneuten Tour aufzurufen, denn die Goldvorräte warten noch! Nachbemerkung: Gezeigt wird ein Film für die „ganze Familie“ im Stil der 70er Jahre. Hätte man die umfangreichen Tiersequenzen gekürzt oder gestrichen, dann hätte der Film fast dreißig Prozent weniger Länge gehabt. Aktion und Handlung wurden auf weiten Strecken so durch bunte Bilder ersetzt. Ein strafferes Drehbuch hätte dem Film gut getan. |
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Hinweis: Beschrieben werden nur in meiner Sammlung befindliche Bücher und Verfilmungen. |
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Copyright © Andreas Fehrmann – 01/09, letzte Aktualisierung 28. August 2011