Collection Fehrmann

Jules Vernes „Voyages extraordinaires*"

(*Dieser Band ist nicht Bestandteil der VE) Postum veröffentlicht


/1/ Doppelausgabe vom Verlag Hermann Michel, Berlin 35; Verlegt ca. 1930 mit den alten Hartleben-Bunden: „Der Leuchtturm am Ende der Welt“ von 1906 (CF /8302/) und „Ein Drama in Livland“ von 1905 (CF /5204/). Der Michel-Verlag wählte sogar die falsche Reihenfolge vom Erscheinen her im Bund. Mehr zu den so genannten GELBEN PRACHTAUSGABEN auf meiner Seite Deutschsprachige Editionen der Werke Jules Vernes -Teil 1unter MICHEL

/2/ Bildzitat aus /1/ Seite 153

/3/ CREDITS: Danke an den „Feuerland-Fan“ und Globetrotter Gerhard, der mir das historische Bildmaterial (Postkarte) zur Verfügung stellte.


Buch oben: © 1984 Pawlak Taschen-buchverlag, Berlin, Herrsching. - Nachdruck v. Verlag A. Hartleben, Inh. Dr. W. Rob, Wien I. Ungekürzte, nur orthographisch angepasste Ausgabe. Pawlaks Collection Jules Verne Band 89 (ISBN 3-8224-1089-6; CF /8301/).

Der Leuchtturm am Ende der Welt“ (1906**); auch: „Das Licht am Ende der Welt“

Von dem Manuskript dieses Buches, mit dem französischem Originaltitel: „Le Phare du bout du monde“, wurden 15 Kapitel von Jules Verne zwischen 1902 und 1903 geschrieben, doch als Original nicht veröffentlicht. (Quelle: The complete Jules Verne Bibliography“ von Volker Dehs, Zvi Har'El und Jean-Michel Margot). Nach dem Tode Jules Vernes (1905) wurde das Manuskript von Michel Verne stark überarbeitet. Diese Überarbeitung erschien 1906 (**) im „Magasin d'Éducation et de Récréation“ bei Pierre-Jules Hetzel in Paris, dann bei Hetzel in Buchform und fast zeitgleich, ebenfalls im Jahre 1906 bei Hartleben in Deutschland (siehe rechts /1/). Dieser nutzte sogar das originale Frontispiz von Hetzel weiter. Das Werk ist in der „Complete Jules Verne Bibliography“ (siehe oben) unter IV., Other Novels Nr. 11 erfasst. Trotz Michels „Überarbeitung“ wird der Roman in vielen Quellen oder unter der allgemeinen Leserschaft als Roman von Jules Verne gehandelt.

In der Nähe der gefährlichen Schiffspassage um Kap Hoorn, auf Statenland, auch Stateninsel genannt, hat Argentinien einen Leuchtturm bauen lassen. Dieser wird im Vierteljahresabstand jeweils von drei Wächtern unterhalten. Gleichzeitig ist die ziemlich verlassene Insel aber auch Unterschlupf einer Bande von Seeräubern, die sich natürlich von der Wachmannschaft des Leuchtturmes gestört fühlt. Ein Grund dafür ist das Versteck eines Großteils der Beute in unmittelbarer Nähe des Turmes. Der Anführer der Bande ist der berüchtigte Kongre. Jetzt wartet er eigentlich nur noch auf eine günstige Gelegenheit um seinen Schlupfwinkel aufzulösen und mit seiner Beute zu verschwinden. Dabei ist ihm jedes Mittel recht, er kalkuliert auch den Überfall des Leuchtturmes ein.


Da strandet trotz des Leuchtfeuers auf der Insel ein größeres Schiff. Es wurde zuvor von seiner Mannschaft verlassen. Kongre gelingt es das Schiff wieder seetüchtig zu machen. Jetzt wird die Beute der Räuber auf das „zusammengeflickte“ Schiff verladen. Da dies in unmittelbarer Nähe des Leuchtturmes passiert, versuchen zwei der Leuchtturmwärter das Schiff zu untersuchen. Dabei wird mit ihnen sofort kurzer Prozess gemacht. Der Dritte im Bunde, der alte Wächter Vasques musste dies vom Turm aus beobachten. Sofort erkennt er, dass er das nächste Opfer sein wird. Mit Proviant und Waffen flüchtet er in das Innere der Insel. Die Räuber überfallen auch wie erwartet den Turm, der nach dieser Aktion außer Betrieb genommen wird. Im Ergebnis dessen strandet erneut ein Schiff. Der einzig Überlebende, der Steuermann, verbündet sich mit Vasques. Gemeinsam beschließen sie, ihre Kameraden zu rächen. Dabei beschießen sie mit dem kleinen, vom gestrandeten Schiff geborgenen Geschütz den mit seinen Leuten auslaufenden Kongre (Bild rechts die Situation davor: Kongre und die meisten der Leute waren an Bord /2/). Aber erst gemeinsam mit der als Ablösung kommenden neuen Leuchtturmbesatzung und der Mannschaft des Avisoschiffes, gelingt es die Bande zu überwältigen. Und Kongre? Aber lest selbst nach ....

Bild oben im Text links: Eine historische Postkarte aus Argentinien: So soll der „echte historische“ Leuchtturm ausgesehen haben. Ein Lichthaus mit Signal- und Flaggenmast und mehrere Nebengebäude für die Versorgung /3/.

Foto links: Jetzt steht ein Leuchtturm in Südargentinien am Kap Hoorn (Faro al fin del mundo) der dieses Aussehen hat. Foto © GILBI (www.gilbi.ch)



Die gleiche Lokalität und eine andere Geschichte um den Leuchtturm begegnen bzw. lernen wir auch in dem postum 1909 erschienenen Verne-Roman Die Schiffbrüchigen der Jonathan / Die Gestrandeten“ kennen.

Film 1

Das Licht am Ende der Welt: IT/USA 1971


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Hinweis: Beschrieben werden nur in meiner Sammlung befindliche Bücher und Verfilmungen. Dargestellte Bücher sind Beispiele daraus.

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Copyright © Andreas Fehrmann - 10/00, update 15. Februar 2008