Collection Fehrmann

Jules Vernes „Voyages extraordinaires*"

Jules Verne - Short Stories (* Dieser Band ist nicht offizieller Bestandteil der VE)

Buch oben: /3/

/1/ Hier et Demain, mit den Kurzgeschichten: La Famille Raton. M. Ré-Dièze et Mlle Mi-Bémol. La Destinée de Jean Morénas. Le Humbug. Au XXXIXe siècle: La Journée d’un journaliste américain en 2889. L’Éternel Adam; Collection Hetzel, Paris im Dezember 1910 Illustrationen von: Léon Benett, Félicien de Myrbach und Georges Roux; 248 Seiten - Doppelausgabe mit Le Secret de Wilhelm Storitz (+220 Seiten) – CF /K0101/ und /8903/

/2/ Bildzitat aus /1/ Seite 65

/3/ © Verlag LIFESTYLE d.o.o. Umag (Kroatien) 2000; Mit den Originalillustrationen von Félicien de Myrbach der Erstausgabe im Le Figaro und den Illustrationen von George Roux der Ausgabe Hier et Demain von 1910; ISBN: 953-98184-0-0; (Hinweis: Erworben in Kroatien 08/2001);  CF /K2601/

/4/ Bildzitat aus /3/

/5/ Anne Marie Frölich (Hrsg): Weihnachtszeit – Texte aus der Weltliteratur © Manesse Verlag Zürich 1995; ISBN 3-7175-1876-3 (auf Seite 333 bis 380) CF /K2602/

Herr Dis und Fräulein Es (1893)

IlluDis und Es ChromotypographieErstveröffentlicht Weihnachten 1893 unter dem Titel: Monsieur Ré-dièze et Mademoiselle Mi-bémol in Le Figaro illustré (Paris), seconde série Nr. 45 mit 8 Illustrationen von Félicien de Myrbach /6/. In der Kurzgeschichtensammlung Gestern und Morgen (Hier et demain) erschien diese Geschichte 1910 /1/ und nochmals 1919. Dieses Werk ist in der Complete Jules Verne Bibliography by Volker Dehs, Zvi Har'El & Jean Michel Margo“ unter II, 2. Short Stories Nr. 16 erfasst. (Bild links /2/).

Die ganze Geschichte ist angelegt wie eine literarische Phantasie eines Edgar Allan Poe oder eines E.T.A. Hoffmann. Hinter den Namen Herr Dis und Fräulein Es verbergen sich zwei Kinder aus der Schweiz, die diese Spitznamen erhielten. Beide verfügen über die gleiche Stimmlage (***) und singen im Kirchenchor des kleinen Örtchens Kalfermatt. Dem Organisten und gleichzeitigem Chorleiter Meister Effarane (von „effrayant“ – Angst einflössend) stört die Harmonie der Beiden. In mystisch verklärtem Verlauf der Geschichte verwandelt der diabolische Chorleiter die Chorkinder in ihren Träumen in Orgelpfeifen (Bild rechts oben /4/).

*** Anmerkung: „Der Knackpunkt der Geschichte besteht nämlich darin, dass es sich eigentlich um dieselbe Note handelt (D um einen Halbton hochgesetzt, E um einen Halbton heruntergesetzt), wodurch die beiden Kinder, bildlich gesprochen, sich eigentlich im Einklang befinden.“ (Hinweis durch Volker Dehs)

Die ganz links vorgestellte kroatische Ausgabe /3/ wurde mit viel Liebe zum Detail zusammengestellt und sie nutzt alle vorhandenen Quellen, um diese recht seltene Kurzgeschichte wieder publik zu machen. Besonders erwähnenswert sind die farbigen Illustrationen von Félicien de Myrbach (auch: Felician Freiherr von Myrbach, er lebte von 1853 bis 1940). Dies ist der einzige deutschsprachige Illustrator, der jemals Vernes Originalausgaben illustrierte. Der Jules Verne Club Pazin fand die Bilder in einer seltenen italienischen Ausgabe der Geschichte, das französische Original war nicht beschaffbar. Ergänzt wurden sie im vorliegenden Band durch die einfarbigen Bilder von George Roux. Editor des Buches ist das Clubmitglied Davor Šišovic.

Das einzige mir bekannte deutschsprachige Buch mit dieser Kurzgeschichte ist der rechts abgebildete Sammelband, der in der Übersetzung von Lislott Pfaff die Kurzgeschichte, basierend auf der Ausgabe Hier et Demain von 1910 beinhaltet /5/.





Das Original: Lange habe ich gesucht, um die Erstausgabe dieser Kurzgeschichte (zu einem bezahlbaren Preis) zu erhalten. Sie erschien als Beilage zur Weihnacht 1893 im Figaro illustré.

/6/ Figaro illustré (Paris), seconde série Nr. 45, Weihnacht 1893; Seite 221 bis 228, separat gebunden, Format  41 x 32 cm mit 8 Illustrationen von Félicien de Myrbach; CF /6840/
TitelseiteDer Kinderchor

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Hinweis: Beschrieben werden nur in meiner Sammlung befindliche Bücher und Verfilmungen. Dargestellte Bücher sind Beispiele daraus.

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© Fehrmann 08/01, letzte Aktualisierung 10. Januar 2016