Collection Fehrmann

Jules Vernes „Voyages extraordinaires*"

Jules Verne - Short Stories (* Dieser Band ist nicht offizieller Bestandteil der VE)

Im deutschsprachigen Raum erschien die Kurzgeschichte unter anderem in diesen Büchern:





Frritt-Flacc, auch Der Sturm 1886

OriginalillsutrationErstveröffentlicht 1884 bis 1885 unter dem Titel: Frritt-Flacc in Le Figaro illustré (Paris) und dann 1886 im Magasin d'Éducation et de Récréation im zweiten Halbjahr (siehe /2/). In Buchform dann aber in VE Band 29 als Anhang zu  Ein Lotterie-Los ebenfalls unter Frritt-Flacc am 4. November 1886 bei Pierre-Jules Hetzel in Paris. Dieses Kurzgeschichte ist in der Complete Jules Verne Bibliography by Volker Dehs, Zvi Har'El & Jean Michel Margot unter II, 2. Short Stories Nr. 12 erfasst.

Frritt!... heult der entfesselte Sturmwind. Flacc!... Wie ein Sturzbach strömt der Regen.“ So beginnt die düstere Kurzgeschichte in einer Phantasieregion am Meer. Dort lebt der wohl situierte Arzt Dr. Trifulgas. Sein Haus bleibt aber Armen verschlossen. Es öffnet sich nur Reichen Leuten und all seine Handhabungen und ärztlichen Hilfen haben feste Honorarsätze. Mitten in der stürmischen Nacht klopft ein durchnässtes Mädchen an die Tür des Mediziners. Ihr Vater, ein armer Fischer, liegt im Sterben. Da sie jedoch ohne Mittel erscheint, hält es Trifulgas nicht für notwendig sein Haus zu verlassen. Er legt sich wieder in sein Bett. Kurz darauf klopft es wieder. Fluchend geht er zum Tor. Diesmal steht die Frau des vom Tode bedrohten Mannes da. Sie hat etwas Geld mitgebracht. Doch es ist nicht genug – der Arzt geht wieder schlafen.

Inzwischen nimmt das Unwetter weiter zu. Trifulgas wird nochmals heraus geklopft. Diesmal ist es die Mutter des Fischers. Dieser hat soeben einen Schlaganfall erlitten. Doch sie hat das letzte Geld mitgebracht, ein Vorschuss auf das zu verkaufende Haus. Nach einigem Hin und Her entschließt sich der hartherzige Arzt den Weg zum Fischer anzutreten. Endlich hat er die Hütte erreicht. Er geht zum Bett des Todkranken. „Mit zitternden Händen packt der Arzt die Bettvorhänge, reißt sie auseinander, starrt ...Der Sterbende liegt in seinem Kissen, sein Gesicht ist unbedeckt; er bewegt sich nicht .... Der Arzt beugt sich über ihn... Ein entsetzter Schrei entfährt ihm ...“ /1/ Er muss erkennen, dass er dort selbst mit dem Tode ringend im Bett liegt! (siehe Bild im Text /2/) Ungeachtet aller Versuche stirbt Dr. Trifulgas unter seinen eigenen Händen!

Bild- und Quellenmaterial

Buch links oben: © Diogenes Verlag AG 1967, 1977, Diogenes Taschenbuch 1977, Auflage 1991, ISBN 3 257 22416 8; detebe Band 22416 (Diese Auswahl erschien erstmals 1967 unter dem Titel Der ewige Adam und fünf andere seltsame Erzählungen bei Diogenes; siehe auch folgendes Buch) CF /K0301/

/1/ Buch links unten: Jules Verne: Ein Drama in den Lüften, Lizenzausgabe des Deutschen Bücherbundes GmbH & Co Stuttgart München mit Genehmigung der Diogenes Verlag AG, Zürich; © 1967 by Diogenes Verlag AG, Zürich; Die deutsche Ausgabe erschien im Diogenes Verlag unter dem Titel Der ewige Adam ...; Bücherbundnummer: -05290/2 – Zitat /1/ aus dieser Quelle, Seite 189. (CF /K0401/)

/2/ Bild von Rioux aus der Veröffentlichung in: Macé / Stahl / Verne: Magasin d'Éducation et de Récréation; 1886 - 22e année, 2e semestre, 2e volume, 44e Volume de  ollection, Seite 326 – CF /6605/)

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Hinweis: Beschrieben werden nur in meiner Sammlung befindliche Bücher und Verfilmungen. Dargestellte Bücher sind Beispiele daraus.

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© Andreas Fehrmann 03/04, letzte Aktualisierung 30. Dezember 2015