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Collection Fehrmann Bühnenwerkevon und nach Jules Verne- Jules Verne im Theater / Les pièces de théâtre / Plays - |
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Hinweise zum Bildmaterial: /1/ Charles Wallut (1829 – 1899): Trotz größter Bemühungen konnte ich kein ansprechendes Portrait finden. So nutzte ich die Darstellung der Karrikaturengruppe „Der elf Unbeweibten“, einem Freundeskreis von Verne, in der sich Wallut befand, um so nach Bearbeitung sein Konterfei zu erhalten. /2/ Edouard Cadol (1830 – 1898): Bearbeitetes Bild aus: Paul Larochelle: „Trois Hommes de Théatre 1782 – 1930“ Editions du centre; S. 123 /3/ Bild rechts im Text: Frontispiz der deutschsprachigen Bühnenversion (als Manuskript gedruckt) von 1873: „Die beiden Frontignac“ Schwank in drei Akten; deutsch von W. Endrenn; Berlin 1873; Druck von R. Boll, Mittelstraße 29; Umfang: 70 Seiten Bilder unten im Haupttext: Es handelt sich nicht um zeitgenössische Szenenbilder, sondern es sind Ausschnitte aus französischen Postkarten um 1900 die nur zur dekorativen Zwecken genutzt werden (Collection Fehrmann)
SAMMLERHINWEIS (I): (siehe
auch Hinweis unten rechts) "Die beiden Frontignac" als
Neuauflage, gesetzt in moderner Schrift, gebunden Softcover,
Format A5, ca. 111 Seiten, Hrsg. Jules-Verne-Club 2006, erste
Auflage 150 Stück von Hand durchnummeriert. Bestellbar beim
deutschsprachigen
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Un Neveu d'Amérique ou les deux Frontignac (Deutscher Titel unter: „Die beiden Frontignac“; auch: „Ein Neffe aus Amerika oder die beiden Frontignac“)
1888 wurde es nochmals drei mal in Amiens aufgeführt, in der deutschen Übersetzung von W. Endrenn soll das Stück in Wien und Berlin mehrfach aufgeführt worden sein.
Die Komödie zeigt uns eine Seite Vernes, die wir aus den Romanen nicht kennen: Locker, gar leicht frivol, beschreibt er amouröse Beziehungen. In diesem nicht eben tiefsinnigen Werk, lernen wir in unterhaltsamer Weise draufgängerische Lebemänner, amüsierwillige Frauen und gehörnte Ehemänner kennen.
Dieser wird als Charmeur von den Frauen angehimmelt, und von den betrogenen Ehemännern zutiefst gehasst. Der ebenfalls anwesende Marcandier ist auch nicht gerade über Frantignac entzückt, hat er sich doch vor Jahren mit ihm zu einem schlechten Geschäft hinreißen lassen: Der damals kränkelnde Frontignac legte sein Vermögen bei eben Marcandier in einer monatlich auszuzahlenden Leibrente an. Aber sein baldiger Tod wollte sich nicht einstellen, stattdessen lebte der so Versorgte auf und genoss das Leben in vollen Zügen. Aber Marcandier würde sich noch mehr ärgern, wenn er wüsste, dass sich der so Unbeliebte sich lange Zeit mit seiner Frau Eveline vergnügte.
Noch während Frontignac dabei ist Avancen auf eine neue Dame seines Herzens zu machen, es handelt sich um die verheirate Antonie Roquamor, dessen Mann den Ball veranstaltete, taucht ein junger Amerikaner auf. Wie unschwer am Namen zu erkennen, er heißt Savinien, hat er französische Wurzeln, ist aber jetzt als amerikanischer Besucher in Paris. Nicht lange, und es stellt sich heraus, dass der junge Mann auf die junge Madelaine reflektiert, eine Nichte von Frontgnacs Freund Carbonnel.
Die zuerst vorhandene Reserviertheit Stanislaus’ weicht aber einer zunehmenden Begeisterung, als die beiden Frontignacs feststellen, dass sie eigentlich gut harmonieren. Jetzt ist er auch bereit, das ehrlich gemeinte Interesse Saviniens ans Madelaine zu unterstützen. Es gibt nur ein Problem: Beide sind mittellos. Zwischenzeitlich geht es in der Wohnung des Onkels Frontignac hoch her: Während Marcandier aus den Aussagen von Frontignacs Diener Hoffnung auf sein baldiges Ableben seines Klienten schöpft, schleppt Freund Carbonnel einen Arzt heran, der bei Stanislaus von Frontignac die Voraussetzungen für eine Lebensversicherung prüfen soll. Dies währe eine elegante Lösung, dem jungen Paar finanzielle Sicherheit zu geben. Marcandier fällt bald in Ohnmacht, als dem alten Frontignac eine blendende Gesundheit bescheinigt wird. Kurz vorher stiftete Antonie Roquamor Verwirrung, als sie von Stanislaus einen kompromittierenden Brief zurück haben wollte. Dabei wurden sie vom verfolgenden Ehemann überrascht, und die Dame täuschte eine Wohnungsübernahme vor. Dies brachte ihren Verehrer fast zur Verzweiflung. Eigentlich waren alle Voraussetzungen für einen unterhaltsamen und überraschungsreichen Ablauf gegeben, aber irgendwie geht dem Stück jetzt „die Luft aus“.
SAMMLERHINWEIS (II): Die links abgebildete Version des Theaterstücks ist eine Komplettausgabe, die in Zusammenarbeit mehrerer Spezialisten geschaffen wurde. Nachdem das Stück als verschollen galt, konnte es aufgrund eines Archivfundes wieder restauriert werden und sogar die deutschsprachigen Abweichungen vom Original wurden wieder eingearbeitet. Ergänzend dazu gibt es diverses Bildmaterial, ergänzende Artikel und eine Übersicht der Theaterstücke Vernes. Aufgrund der spärlichen Literatur zum Theaterschaffen Vernes handelt es sich um einen bibliophiler Leckerbissen. Noch sind Exemplare erhältlich... |
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Copyright © Andreas Fehrmann - 02/06, update 14. Mai 2007