Collection Fehrmann

Bühnenwerke

von und nach Jules Verne

- Jules Verne im Theater / Les pièces de théâtre / Plays -



Das Buch zum Theaterstück:

US-Version

Oben: Im Jahre 2011 realisierte die North American Jules Verne Society ein interessantes Projekt: Mr. Chimp & Other Plays ; The Palik Series - Bear Manor Fiction 2011; Albany GA, USA, ISBN 1-59393-363-2 mit 238 Seiten; CF /7009/. Enthalten sind die Theaterstücke: Les Compagnons de la Marjolaine, Monsieur de Chimpanzé, Le Fils adoptif und Onze jours de siège (alle auf Englisch) 

Hinweise zum Bildmaterial:

/1/ Charles Wallut (1829 – 1899): Trotz größter Bemühungen konnte ich kein ansprechendes Portrait finden. So nutzte ich die Darstellung der Karrikaturengruppe Der elf Unbeweibten, einem Freundeskreis von Verne, in der sich Wallut befand, um so nach Bearbeitung sein Konterfei zu erhalten.

/2/ Victorien Sardou (1851 - 1908) auf einer zeitgenössischen Postkarte mit Jules Claretie; Collection Fehrmann

/3/ Jules Verne / Charles Wallut: ONZE JOURS DE SIEGE, erschienen bei den Gebrüdern Michel Lévy in Paris 1861.

/4/ Ausarbeitung von Volker Dehs: Inhaltsangaben zu Jules Vernes Theaterstücken vom 28. Januar 2009; Auszug – mit freundlicher Genehmigung des Autors zur Verwendung auf dieser Seite

/5/ Merci / Danke an Françoise Bellido, die mir mit Schreiben vom 4. Februar 2010 gestattete, ihr Plakat auf meiner Seite zu verwenden.



Onze jours de siège (Elf Tage Belagerung)

WallutDiese Komödie in drei Akten schrieb Jules Verne zusammen mit Charles Wallut (Bild links /1/) im Jahre 1861. Diesen kannte er schon von der Zusammenarbeit durch die Publikation erster Schreibversuche, denn in der Zeit von1851 bis 1865 gab dieser ihm eine verlegerische Plattform. Wallut war Herausgeber der illustrierten Familienzeitschrift Musée des familles. Das Ergebnis der Beiden wurde von Victorien Sardou (Bild rechts, /2/) nochmals revidiert. In dieser Umarbeitung kam dann die Vaudeville zur Erstaufführung. Diese fand am 1. 6.1861 in Paris im Théâtre du Vaudeville statt. Insgesamt gab es 21 Aufführungen.

Die Rollen des Stückes und deren Originalbesetzung von 1861 sahen so aus:

Roquefeuille der Notar wurde von Herrn Félix dargestellt; Robert Maubray, ein dreißigjähriger Mann wurde, von Herrn Nertann; Maxime Duvernet sein Freund, ein Arzt, wurde von Herrn Munié gegeben und Baptiste, ein Angestellter, wurde durch Herrn Riquier dargestellt. Die Damen wurden wie folgt aufgeboten: Die zweiundzwanzigjährige Laurence, Frau von Maubray, wurde von Marie Brindrau dargestellt, Léonie de Vanvres, ihre vierundzwanzigjährige Freundin durch Frau Cortais und Thérèse, die Kammerzofe durch Frau Antonia.

Das Stück als Original Als erste Druckwiedergabe gilt die links dargestellte Publikation von 1861, die ich als Faksimile wiedergegeben habe. /3/ Nun zum Inhalt:

Paris. Durch Zufall erfährt Laurence de Croix, dass ihre drei Jahre zuvor geschlossene Ehe mit Robert Maubray wegen eines Formfehlers null und nichtig ist, worauf sie sich entsetzt acht Tage lang in ihr Schlafzimmer einschließt. Während dieser Zeit soll der befreundete Notar Roquefeuille eine neue Trauung vorbereiten, Robert aber über seine zurückgewonnene Freiheit im Unwissen gelassen werden. Beleidigt vom Verhalten seiner Frau und den merkwürdigen Intrigen um ihn herum, schließt er sich seinerseits während dreier Tage in sein Zimmer ein. Um ihn dennoch ins Rathaus zu locken, entschließen sich zwei Freunde, Léonie de Vanvres und Maxime Duvernet, widerstrebend zur Ehe. Im allerletzten Moment erscheint Robert zur Doppeltrauung und gibt zu erkennen, dass er die ganze Zeit über die Situation im Bilde gewesen ist, sich aber für das mangelnde Vertrauen seiner Frau und seiner Freunde revanchieren wollte.“ /4/


Komödien als unterhaltsame Beziehungsstücke mussten schon sehr auf das Publikum zugeschnitten sein, wollten sie länger überleben. Nach nur einundzwanzig Vorstellungen fiel das Stück in einen langen Dornröschenschlaf.

Ein neuer Versuch ....

Das kleine Pariser Theater Bellitroupe belebte es 2010 wieder. Neu in Szene gesetzt wurde es von Françoise Bellido und die Rollen verteilten sich so: Amaury Banzet spielte den Robert, Marion Brothier die Thérèse, Virginia Clark die Laurence, Cyprien Colombo den Notar Roquefeuille, Karine Derguini die Freundin Léonie und Alexandre Geoffroy spielte den Arzt Maxime. Das Stück war nur für einen Monat angesetzt, aber die Nachfrage bei dem kleinen Ensemble war so groß, dass eine Verlängerung eingeplant werden musste. Ich bin gespannt, wie sich die Dinge weiter entwickeln werden.

Für detailliertere Informationen empfehle ich den Besuch der WEB-Seite der Truppe: Bellitroupe. Bild rechts: Plakat der Vorstellung /5/.

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Copyright © Andreas Fehrmann - 02/10, letzte Aktualisierung am 11. Januar 2016