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FILM 2


© bluebyte;
Produziert von Harmony Gold; Worldsales NBC; lizensiert durch
Cine-Pro; Vertrieb BRD u.a. durch e-m-s, the DVD-Company:
Sprachen Deutsch/Englisch, Spieldauer 269 Minuten
Der
trockene Gentleman Phileas Fogg, durch und durch wie ein Uhrwerk
arbeitend, gerät bei Auda aus dem „Takt“ –
eigentlich kein Wunder – oder?
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Die Reise um
die Erde in 80 Tagen: Verfilmung USA 1989 (TV, 3 Teile)
Originaltitel:
„Around The World in 80 Days“; Länge: Teil1:
87', Teil2: 87' und Teil 3: 89'; Regie: Buzz Kulik, Drehbuch:
John Gay (II)
Darsteller:
Phileas Fogg: Pierce Brosnan; Jean Passepartout: Eric Idle;
Prinzessin Auda: Julia Nickson-Soul; Detektiv Wilbur Fix: Peter
Ustinov; Capt. Bunsby: Jack Klugman u.v.a.
Die
amerikanische Verfilmung von 1956 hat gezeigt, dass der Stoff
von „Die Reise um die Erde in 80 Tagen“ eine
aufwendige Verfilmung trägt. So kam 1989 eine US
TV-Miniserie heraus, für die man bekannte Schauspieler
gewinnen konnte. Links der symphatische Hauptheld des Filmes:
Pierce Brosnan als Phileas Fogg (Foto aus einem Fremdfilm).
Die
aus Action- und Indochinafilmen bekannte Schauspielerin Julia
Nickson-Soul (Foto ebenfalls aus einem Fremdfilm) trat als
Prinzessin Auda in Erscheinung. Peter Ustinov war die
Idealbesetzung für den diensteifrigen und „very
british“ wirkenden Kommissar Fix. Neben der Starbesetzung,
die Aufzählung ließe sich noch weiter fortführen,
hatte man auch den richtigen Blick für das „Detail“.
Mit viel Aufwand hat man die Umgebung unserer Geschichte
ausgewählt und dekoriert. Während man in der 1956er
Verfilmung auch auf Masse setzte, arbeitete man hier intensiver
die Charaktere heraus und man „verfeinerte“ das
Drehbuch. Dabei wob man mit leicht ironischem Unterton einige
Personen der Geschichte in die Geschichte ein. Gleich zu Beginn
begegnen wir Sarah Bernard (der Fogg standhaft widersteht), in
Frankreich treffen wir Luis Pasteur, während in den Staaten
der Revolverheld Jessy James in Erscheinung tritt und unser
Pärchen sich auf das Schiff von Mr Cornelius Vanderbuild
einzuschleichen versucht.
Doch
noch zum Handlungsfaden. Die Grundstory braucht nicht weiter
wiederholt werden (Details kann man in der Buchrezension
„Die
Reise um die Erde in 80 Tagen“
nachgelesen). Eine Wende im Reiseablauf tritt ein, als in Indien
bei einem ungeplanten Verlassen des Zuges das grausige Spektakel
der Witwenverbrennung beobachtet wird. (Szenenbild links:
Phileas, Capt. Bunsby und der indische Junge der den Elefanten
führt, beobachten die Vorbereitung der Verbrennung Audas).
Die mit der tatkräftigen Hilfe von Passepartout befreite
Prinzessin tritt nun als Mittelpunkt unserer kleinen Reisegruppe
in Erscheinung. Während sich Fogg noch müht Auda in
den Schutz ihrer Verwandschaft zu übergeben, hat diese
offenbar schon andere Ansichten. Langsam beginnt auch Phileas
seine Einstellung zu überdenken. Seine in Mischung aus
Sorge und Liebe vorgetragene (oder besser gestammelte)
Liebeserklärung an Auda auf der Schiffspassage nach Frisco,
ist bestimmt einer der Höhepunkte des Filmes. Besonders
wenn man bedenkt, das Brosnan meist als unwiderstehlicher
Frauenheld in anderen Filmen besetzt wird – toll!
Der Rest des
Filmes ist zwar selbst von „nicht-Verne-Fans“
vorhersehbar, aber auch hier hat man sich sehr viel Mühe
gegeben. Da passt auch das Happyend mit der der Doppeltrauung
von Fogg mit Auda und von Fix mit seiner langjährig
wartenden Braut. Also – ein rundherum gelungenes
Filmerlebnis.
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