Collection Fehrmann

Jules Vernes „Voyages extraordinaires"

- Band VE 36 -







Buch oben: © Verlag Neues Leben GmbH, Berlin 1991, 1. Auflage, ISBN 3-355-01293-9; CF /3601/

Bildquelle:

/1/ Verne / Hetzel / Mace: Magasin d'Éducation et de Récréation Band 53 und 54 – 1. und 2. Halbjahr 1891; Bildzitat von Seite 79 (CF /6617/)


Mistress Branican (1891), auch: Mrs. Branican



Die Originalausgabe erschien 1891 unter dem Titel Mistress Branican bei Pierre-Jules Hetzel in Paris. Und zwar Band I am 3. August 1891 und Band II am 9. November 1891. Eine Vorabveröffentlichung erfolgte im Magasin d'Éducation et de Récréation im Band 53 und 54 vom 1. Januar bis zum 15. Dezember 1891 (siehe Bild links aus /1/) . Eine frühe deutschsprachige Ausgabe erschien 1893 bei Hartleben (siehe Titelei und Frontispiz oben – CF /3604/)

Der Roman scheint vom Erleben Vernes in seiner Jugend inspiriert worden zu sein. Er erhielt seinen ersten Unterricht bei Mme. Gambain. Ihr Mann war nach vierwöchiger Ehe als Kapitän zur See gegangen und niemals zurückgekehrt. Das war 30 Jahren vor der Zeit passiert, als die Lehrerin Jules die Geschichte erzählte. Sie hoffte aber immer noch auf die Heimkehr ihres Gatten und erzählt ihrem Schüler von ihrem Kummer, ihren Gedanken und Hoffnungen. (Weitere Details siehe in meiner Biographie: Aus dem Leben Jules Vernes ).

An einem Tage im März 1875 verlässt das Segelschiff FRANKLIN unter seinem Kapitän John Branican den Hafen von San Diego. Ziel ist Kalkutta, doch Monate vergehen und vom Schiff und deren Mannschaft gibt es keinerlei Zeichen. Schließlich scheint es Gewissheit: Es ist verschollen und die Mannschaft gilt als verloren. Nur eine Person will das nicht glauben: Die einundzwanzigjährige Dolly Branican, die junge Frau des Kapitäns. Und das ist um so erstaunlicher, da sie Schweres durchgemacht hat: Ihr Sohn Wat verliert das Leben bei einem Schiffsunfall und sie selbst ist dem Tode nahe. Aber die Hoffnung, dass ihr Mann noch lebt, hält sie aufrecht. Nach mehreren Jahren geistiger Umnachtung, in der sie übrigens ihren Sohn Godfrey zur Welt bringt, rüstet sie mit dem Geld einer Erbschaft ihres Onkels mehrere Suchexpeditionen aus, um ihren Mann wieder zu finden. Doch Jahre vergehen, und es gibt noch immer keine Spur von John. Endlich scheint sie Erfolg zu haben. Australische Eingeborene sollen den Kapitän gefangen halten. Doch nicht in den Widrigkeiten Australiens liegt die eigentliche Gefahr, die größte Gefahr geht von Len Burker aus. Dieser ist der Mann von Jane, einer Cousine von Dolly. Er will John und Dolly töten, um an deren Erbschaft zu kommen.

(Bild links von L. Benett aus /1/: Im Hafen, Jane ruft Dolly)

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Hinweis: Beschrieben werden nur in meiner Sammlung befindliche Bücher und Verfilmungen. Dargestellte Bücher sind Beispiele daraus.

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© Andreas Fehrmann 07/00, update 10. Sept. 2009