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Collection FehrmannJules Vernes „Voyages extraordinaires"- Band VE 6: 20.000 Meilen unter den Meeren - VERFILMUNGEN Bildmaterial: © siehe Angaben zum Film |
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FILM
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20000 Meilen unter dem Meer: Verfilmung USA 1996/97 (TV, 2 Teile) Originaltitel: „20,000 Leagues Under the Sea“; Länge: zwei mal 90 Minuten; Produziert von Dean W. Barnes; Darsteller: Patrick Dempsey (als junger Arronax), Michael Caine (Nemo), Bryan Brown (Ned Land), Mia Sara, Adewale Akimioye Agbaye u.v.a.; Buch von Drake Silliman; © 1997 The Frederick S. Pierce Company & Village Roadshow PTY. LTD. (Bemerkung: Das Entstehungsjahr wird in den Quellen mit verschiedentlich mit 1996 und 1997 angegeben) Ich stimme mit der Aussage der Produktionsfirma überein, die von ihrem Film sagt, dass es eine Jules Verne Verfilmung ist. Und das mache ich, obwohl es abweichend zum Original, diverse künstlerische Zugeständnisse gibt. Der noch recht junge Professor Arronax hält an einer amerikanischen Universität einen Vortrag über Meeresungeheuer, ein Thema über das er bereits publizierte. Als er auf die kürzlich sich häufenden Unglücksfälle auf hoher See angesprochen wird, vermutet er, dass es sich bei der Ursache um einen riesigen Narwal handeln könnte. Während des gesamten Vortrages wir er von einem älteren Herren attackiert - seinem Vater Thierry Arronax. Dieser ist in der Verfilmung im ständigen Dissens mit seinem Sohn. Um die Sache noch etwas pikanter zu machen, hat sich das Drehbuch noch eine Partnerin für Arronax dem Älteren einfallen lassen, die auch auf den jungen Arronax reflektiert, bzw. diesen in Verwirrung seiner Gefühle bringt.
Aber es gibt noch eine andere Auswirkung des Zusammenstoßes: Nach dem Mc Cutcheon erkennen musste, dass der Gegner kein Tier sondern ein von Menschenhand geschaffenes Unterwasser fahrendes Schiff ist, sinnt er auf Rache. Zurückgekehrt in die Staaten, lässt er eigenfinanziert ein waffenstarrendes Schiff flottmachen, um das angebliche Ungeheuer zur Strecke zu bringen. Arronax der Ältere, der inzwischen aus den an Bord gefundenen Tagebüchern seines Sohnes erfahren hat, dass es eine innige Abschlussszene zwischen seiner Lebensgefährtin und seinem Sohn gab, tobt und er trennt sich von seiner Partnerin. Er begleitet die neuerliche Suchaktion auf den Meeren. Aber begeben wir uns unter Wasser in die Nautilus.
Der
sich massiv nach Freiheit sehnenden Ned gerät inzwischen so
mit Nemo aneinander, dass dieser ihn arretieren lässt. Nach
mehreren Ausbruchsversuchen reagiert Nemo immer gereizter.
Inzwischen hat Nemo sein eigentliches Ziel der Reise, eine von
ihm geschaffene Unterwasserstadt, erreicht. Diese soll das
zukünftige Domizil der Nautilusbesatzung sein, wenn diese
des Reisens Müde ist. Sie ist ähnlich der 1969er
Verfilmung von James Hill,
Wie schon oben angesprochen, wird die Grundfabel des Romans von einigen neuen Ideen des Drehbuchs überlagert. Dadurch wurde der im Roman etwas dünne Handlungsfaden im Bereich Abenteuer aufgewertet. Und die Gestaltung, die Ausstrahlung bzw. das Ambiente des Films? Die Kulisse im Allgemeinen bringt gut das historische Umfeld der Geschichte herüber. Aus meiner Sicht ist die etwas futuristische Nautilus ein Stilbruch. Sie ist in diesem Barnes-Film eine Trilobit-ähnliche, supermoderne Schöpfung („Vergessen sie Alles was sie von der Nautilus gelesen haben...“) . Überhaupt ist die Nautilus und ihre Crew etwas anders als in den anderen Verfilmungen, denn der Designer scheint der eigentlich darzustellen Zeit etwas voraus zu sein. Das ist aber nicht direkt störend. Dafür zeigt uns der agierende Michael Caine (Bild weiter oben und rechts) in seiner Umsetzung wieder einen charismatischen Nemo – ein guter Griff der Produktion! Was ist noch zu bemerken? Bestimmte Erwartungshaltungen der Zuschauer werden prompt bedient: Nemo ist wieder an seiner Orgel zu sehen (diesmal in Handschuhen spielend!) und wir werden mit guten Unterwasser – Trick - Aufnahmen, gepaart mit der passenden Filmmusik, angesprochen. Damit kann man als Jules Verne Freund gut leben. Für nicht „Verne“ vorbelastete Zuschauer ist der Film noch passender. Die Schöpfer haben es verstanden, eine dem Zeitgeist entsprechende „entstaubte“ Version zu produzieren. |
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Hinweis: Beschrieben werden nur in meiner Sammlung befindliche Bücher und Verfilmungen. |
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Copyright © Andreas Fehrmann - 07/00, update 30. Sept. 2008