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Jules
Verne Zitate sind wie gewohnt in blau
dargestellt.
Quellenangaben:
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Wolfgang Thadewald (Herausg.): Jules Verne -
Digitale Bibliothek im Verlag der Directmedia Publishing GmbH,
11/2004, ISBN 3-89853-505-3; Romane: Reise um die Erde in
80 Tagen. Jules Verne: Werke, S. 7674 (vgl. JV-18, S. 114-115 -
CF /5512/)
/2/
Ned Middleton: „The Steamship >Carnatic<";
DIVES PRESS, März 2003
Hinweis
zum Bildmaterial: Die Bilder der CARNETIC wurden im WEB
gefunden, allerdings ohne konkrete Ursprungsangaben. Sie wurden
durch Bildbearbeitung farblich verändert, um einen antik
wirkenden Anschein zu erwecken.
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zu:
„Reise
um die Erde in 80 Tagen“
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Jules Verne – maritim (Auf und unter allen Meeren)
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Schon
im Roman
„Die
schwimmende Stadt“ haben
wir ein Schiff kennen gelernt, welches es auch im wirklichen
Leben gab: Die
„Great
Eastern“.
Aber es gab vielleicht noch ein Schiff, welches einen
Realitätsbezug haben könnte. Die in den Romanen
„Der
Archipel in Flammen“ und
„Reise
um die Erde in 80 Tagen“ genannte
„CARNATIC“. Während es sich im „Archipel
in Flammen“ um ein Kauffahrteischiff handelt, welches von
Sacratif nach Tripolis verkehrt, ist es im Roman „Reise um
die Erde ....“ ein Dampfschiff, welches auch im
Paketdienst eingesetzt wird. Dieses Schiff will Fogg von
Hongkong nach Yokohama nutzen. So erkundigt er sich im Hafen von
Hongkong:
„ »Wie
heißt dieser Dampfer? fragte Herr Fogg. - Carnatic,
versetzte der Lootse. - Sollte er nicht schon gestern abfahren?
- Ja, mein Herr, aber es mußte einer seiner Kessel
reparirt werden, und seine Abfahrt wurde auf morgen verschoben.“
/1/
Die
im 1873 erschienenen Buch „Reise um die Erde ....“
benutzten Schiffsnamen könnten durchaus reale Bezüge
haben. Hat Verne doch beim Schreiben diverse Kursbücher und
andere Unterlagen benutzt. Ich wurde darauf aufmerksam gemacht,
dass es zumindest bei der Namensgebung eines Schiffes eine echte
Parallele zu geben scheint. So gab es eine „Carnatic“
die wirklich nach China verkehrte. Diese war ein so genannter
Dampfsegler mit einer Vier-Zylinder-Dampfmaschine und einer
Brigg-Betakelung (siehe Bild links). Sie war als Fracht-,
Passagier- und Postschiff eingesetzt, wobei sie hauptsächlich
auf der Route Suez – Bombay, war aber auch bis nach China
eingesetzt wurde.
Das
P&O Dampfschiff „Carnatic“ (The Peninsula &
Oriental Passenger Steamer) lief 1862 bei der Werft „Samuda
Bros of London“ von Stapel. Sie wurde klassifiziert als
„iron framed planked passenger steamer of 1776 tons".
Ihre Abmessungen waren 89,8 Meter Länge, 11,6 Meter Breite
und ein Tiefgang von 7,8 Meter. Ihre Vier-Zylinder-Maschine
hatte eine Leistung von 2.442 PS. Am 13. September 1869 lief sie
auf Grund und einen Tag später versank sie. (Fakten aus
/2/)
Es
stellt sich aber folgende Frage: Wenn Jules Verne Anleihe an ein
real existierendes Schiff genommen hat, warum sollte er seine
Helden auf ein Schiff reisen lassen, welches noch vor der
Erstellung seines Manuskripts versank? Eine mögliche
Antwort könnte sein, dass diese Information nicht bis zu
ihm vorgedrungen war. Aber vielleicht kann auch diese Frage noch
verbindlich geklärt werden.....
Weiterführender
LINK:
Die Hinweise zum Schiff
verdanke ich Tom Wess, der auf seiner Seite zur
CARNATIC
neben Fakten zum Schiff, vor
allem den Untergang und die jetzige Lage des Wracks im Rotem
Meer beschreibt.
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