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Collection Fehrmann Bühnenwerkevon und nach Jules Verne- Jules Verne im Theater / Les pièces de théâtre / Plays - |
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Hinweise zu Quellen und zum Bildmaterial: /1/
Max Popp: Julius Verne und sein Werk: 8. Kapitel. Zitat von
Seite 167 und 168 (CF /5503/ Quelle
/2/ Edouard Cadol (1830 – 1898): Bearbeitetes Bild aus: Paul Larochelle: „Trois Hommes de Théatre 1782 – 1930“ Editions du centre; S. 123 /3/ „Bulletin de la Sociéte Jules Verne“ Nr. 152 (2004), S. 4 – 80 /4/ Adolf Philipp d'Ennery in einer zeitgenössischen Darstellung von 1880 aus Olivier & Patrick Poivre D'Arvour: „Le monde selon Jules Verne“ Éditions Mengés, Paris 12/2004; ISBN 2-7441-7920-5; Bildzitat von Seite 110 (Bild wurde von mir stark nachgearbeitet) CF /5518/ /5/ A. D'Ennery und Jules Verne: „Le Tour du monde en quatre-vingts jours“; Hachette, Du Palais Paris 1925; Reprint der Hetzelpublikation gleichen Titels vom 7. November 1874 (CF /7004/) /6/ Dehs, Volker: „Jules Verne (Eine kritische Biographie)“; 02/2005 Pathmos Verlag GmbH & Co. KG Artemis & Winkler Verlag, Düsseldorf und Zürich, ISBN 3-538-07208-6: Bitte weiterlesen auf den Seiten 214 bis 216 (CF /5513/) /7/ ebenda auf Seite 224 /8/ Demerliac, Jean:„L'Odyssee Jules Verne“; Albin Michel, Arte Editions, Paris 2005; ISBN 2-226-14552-4; Bildzitat von Seite 162: „Le Tour du monde en quatre-vingts jours“ Au Théâtre de la Porte Saint-Martin Affiche de F. Appel 1875 (CF /5713/) /9/ Bernhard Grun: „Kulturgeschichte der Operette“; VEB Lied der Zeit Musikverlag Berlin 1967; Zitat von Seite 240 /10/ Carte Postale 1900, Collection Fehrmann – Oben: Le Tour du monde en 80 jours „Le Pont Du Steamer“ und unten „L'Hotel Adelphi“ /11/ Programmheft Chatelet Paris, Spielsaison 1938/39; Edition et Impression Publ. W. Fischer Paris (CF /7005/)
Ich bedanke mich an dieser Stelle bei Stephan Bühlmann aus der Schweiz, der mir ein Teil der Originalmaterialien schenkte.
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Le Tour du monde en 80 jours (Reise um die Erde in 80 Tagen) 1872 bis 1874
Bei Max Popp, der in seiner frühen deutschen Vernebiographie gern seinen Akteuren Zitate oder gar Dialoge unterschob (deren Stichhaltigkeit sich aus meiner Sicht bestimmt nicht immer exakt nachweisen lässt), liest sich die Entstehungsgeschichte des Theaterstückes so: „Im Jahre 1872 ließ Verne einen seiner besten Romane, »Die Reise um die Erde in 80 Tagen«, in der Pariser Zeitung »Le Temps« erscheinen. Da sagte eines Tages einer seiner Freunde, Ed. Cadol, zu ihm: »Lass' mich ein Drama aus Deinem Roman schaffen!« »Es sei«, erwiderte Verne, trotzdem er sich keinen besonderen Erfolg davon versprach. Cadol versuchte sich daran, es gelang ihm jedoch nicht, etwas Passendes daraus zu machen.“/1/ (Bild rechts: Edouard Cadol /2/) Damit umschreibt er den ersten Versuch zur Schaffung der Bühnenfassung. Diese Erstfassung, die Verne unter der Mitwirkung von Édouard Cadol von 1872 bis 1873 schrieb, war eine Stück in 4 Akten mit 16 Bildern, welches aber zu Vernes Lebzeiten nie aufgeführt wurde. Als das Manuskript der Leitung des Theaters Porte-Saint-Martin vorlag, war man mit dem Ergebnis unzufrieden. Als Cadol bemerkte, dass sich Verne einen neuen Partner suchte, wollte er am zu erwartenden materiellen Gewinn teilhaben. Die unschönen Auseinandersetzungen, die sogar zu gerichtlichen Drohungen führten, wurden dann durch eine für Verne ärgerliche Umsatzbeteiligung Cadols am neuen Stück bereinigt. Das „Verne-Cadol-Stück“ galt bis 2004 als verschollen. Nach seiner Wiederentdeckung konnte es dann im „Bulletin de la Sociéte Jules Verne“ /3/ der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Aber lesen wir bei Popp weiter:
Adolf Philipp d'Ennery (geb. 1811 zu Paris, gest. 1899 daselbst) war anfangs einfacher Schreiber bei einem Notar, versuchte sich dann als Journalist und errang 1831 mit einigen Stücken in kleineren Boulevardtheatern die ersten Bühnenerfolge. Seitdem hatte er eine unglaubliche dramatische Fruchtbarkeit entfaltet und wurde bald zu einem der beliebtesten Bühnendichter Frankreichs. Einige seiner Stücke errangen auch auf deutschen Bühnen Erfolge.“ ..... „d'Ennery also bearbeitete Vernes »Reise um die Erde«. Das prächtig inszenierte Stück wurde am 8. November 1874 zum ersten Male am Theater Porte- Saint-Martin aufgeführt. »Ist das ein Erfolg?« fragte Verne seine Freunde mißtrauisch. »Nein,« antwortete ihm der Schalk Duquesnel, »nein, das ist kein Erfolg, das ist ein Glück!« Das Stück wurde sofort 400mal wiederholt, und später, gelegentlich der Pariser Ausstellung, noch mehrere hundertmal, und brachte den beiden Direktoren des Porte-Saint-Martin mehr als drei Millionen ein.“ /1/ (Bild links: D'Ennery /4/) Soweit die prosaische Schilderung, hier die nüchternen Fakten: Diese Neufassung, die Verne in der Zeit von 1873 bis 1874 unter der Mitwirkung von Adolphe d'Ennery schuf, gilt als die offizielle Theaterfassung dieses Stücks. Es hatte 5 Akte und einen Prolog mit insgesamt 15 Bildern. Schon 1879 gab es eine erste Druckfassung des Stückes bei Pierre-Jules Hetzel (Siehe rechts, Reprint von 1925 /5/) und 1881 erfolgte die Aufnahme des Titels in Vernes und d'Ennery's Sammlung von Theaterstücken: „Les Voyages au théâtre“ (Paris: Hetzel 1881, Seite 1 bis 143, weiter unten eine kleine grafische Bearbeitung von mir aus der alten Vorlage).
Als Datum der Uraufführung gilt heute der 7. November 1874. Als weiterführende Lektüre zur Entstehungsgeschichte der Stücke empfehle ich die Quelle /6/, links präzisiert.
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Copyright © Andreas Fehrmann - 10/06, update 27. Januar 2009