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Jules Verne Bücher in der DDR
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... in Einzelpublikationen im Heftformat und in Anthologien eingebunden Die hier gezeigten Beispiele zeigen im ersten Teil eine Publikationsform die selten angewandt wurde: Jules Verne im Heft-/Broschurformat. Die dann weiter unten gelisteten Anthologien sind wie ein Rätselraten: Nicht immer ist von außen zu erkennen, dass auch Verne drin ist. Vielleicht kann ich mit einigen Überraschungen aufwarten. Auch hier gilt wieder: Ergänzungen werden gern entgegengenommen und eingepflegt. |
Publikationen im Heftformat![]() In
den 50er Jahren erkannte man in Ostberlin, dass man jugendlichen Lesern
eine Alternative anbieten musste, wenn diese beim kurzweiligen Lesen
auf "Schmökerhelfte", die in vielfältiger Form aus dem Westen der
Republik kamen, orientiert waren. Zu diesen Bemühungen gehörten die
Periodika Das Neue Abenteuer und Abenteuer aus aller Welt.
Diese Hefte die im Monatsrhytmus erschienen, basierten auf Erzählungen
der klassischen Abenteuerliteratur, ergänzt mit modernen Geschichten
aus dem In- und Ausland. Dort fand die die nachfolgenden
Kurzgeschichten von Jules Verne.Bild links: Der Blockadebrecher, Verlag Neues Leben Berlin 1956; Aus der Reihe Das Neue AbenteuerBand 101, Umschlag und Textillustrationen Werner Kulle; 32 Seiten; Lizenz-Nr. 303/91/56; Druck Karl-Marx-Werk Pößneck; Heftgröße: 14,5 x 20,5 cm. CF /K1701/. Siehe dazu auch meine Seite:
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| Einbindung von Verne-Texten in Anthologien und Sonderbindungen Hier beginnt das Suchen und FInden in der Literatur dieser Zeit. Denn nicht immer war ersichtlich, dass Romane und Kurzgeschichten in bestimmten Sammlungen eingebunden waren. beginnen wir chronologisch: ![]() Im Sammelband Phantastische Weltraumfahrten - erträumt und erdacht in Vergangenheit und Gegenwart
vom Verlag Neues Leben Berlin erschien 1961 eine Zusammenstellung von
sieben Erzählungen m Thema. Mit dabei war auf Seite 83 Vernes Von der Erde zum Mond.
Im editorischen Teil wurde ergänzt: "Benutzt wurde die deutsche
Übersetzung von Walter Heichen, erschienen 1901 im Verlag von A.
Weichert, Berlin.". So deutliche Quellenangaben habe ich in keiner
anderen ostdeutschen Publikation gefunden. Angaben zum Buch: 1. Auflage
1961; Lizenz-Nr. 303(305/81/61); Buchschmuck Heinz Bormann: 416 Seiten;
Buchformat: 15 x 22 cm; CF /0418/; Bild links der Leinenkorpus, rechts
der Schutzumschlag. Hinweis: Ich suche eine bessere Darstellung des
Schutzumschlages, da dieser sich nicht in meinem Besitz befindent. Das
rechte Buchbeispiel ist am verblüffendsten. Denn wer erwartet schon bei
einem Titelbild einer Lederstrumpferzählung aus dem Wilden Westen einen
Verneroman? Zaghaft auf dem Buchrücken ist es erkennbar. Zusammen mit
Coopers Pfadfinder erschien 1962 vom Verlag Neues Leben Berlin ab Seite 380, aber mit einer neuen Nummerierung beginnend, Die Reise um die Erde in 80 Tagen.Angaben
zum Buch: Ebenso seltsam - es gibt zwei Impressi: Wer nicht weiter nach
hinten blättert, der landet bei: 1. Auflage Verlag Neues Leben Berlin
1955, hier mit der Lizenz-Nr. 303(305/67/62) im Jahre 1962 aufgelegt.
Weiter hinten dann für Verne: NAch einer alten Übersetzung bearbeitet
von Dorothea Rahm (siehe dazu auch die Taschenbuchversionen), 1.
Auflage mit der Lizenz-Nr. 303 (305/171/62). Buchformat 11 x 18,5 cm
mit 4 cm Buchstärke in Leinen gebunden; CF /1128/Es bleibt die Frage: Welcher Verlagsmitarbeiter kam auf diese haarsträubende Zusammenstellung der Romane? Kann jemand etwas zur Aufhellung dieses Rätsels beitragen? Jetzt haben wir wieder eine "richtige" Anthologie: 1972 erschien das Buch Der Diamantenmacher - Wissenschafltich-phanthastische Erzählungen aus aller Welt mit 484 Seiten. Neben der namensgegenden Geschichte von H.G. Wells erschienen 14 Kurzgeschichten, darunter auf Seite 45 bis 90 Eine Phantasie des Doktor Ox.
Nach einer alten Übersetzung bearbeitet von Edwin Orthmann. Angaben zum
Buch: Verlag Neues Leben Berlin 1972; Lizenz-Nr. 303 (305/1/72);
Buchformat 13 x 20,5 cm; Abbildung rechts zeigt das Buch mit
Schutzumschlag. Der Leinenkorpus darunter ist hellgrau mit einer
aufgedruckten kleineren Illustration von Werner Ruhner, der auch alle
anderen Illustrationen übernahm. CF /K0209/ In ähnlicher Gestaltung erfolgte im Jahre 1977 (1. Auflage; 2. Auflage 1979) Sammlung Das Raumschiff - Wissenschaftlich-phantastische Erzählungen aus aller Welt mit 384 Seiten in Paperbackausführung. In dieser Sammlung vom Verlag Neues Leben Berlin war die Verne-Kurzgeschichte Eine Phantasie des Doktor Ox auf
den Seiten 5 bis 47 enthalten. Angaben zur Version der Übersetzung:
Nach einer alten Übersetzung von Edwin Orthmann. Daher ist zu vermuten,
dass es die gleiche Version wie weiter oben genannt ist. Auch dieses
Buch wurde wieder von Werner Ruhner illustriert. Weitere Angaben zum
Buch: 2. Auflage; Lizenz-Nr. 303 (305/243/79). Buchformat: 13,5 x 20
cm. CF /K0208/ Im Jahr 1984 erschien die Anthologie Abenteuer aus aller Welt - Band 4
im Verlag Neues Leben Berlin. Es beinhaltet eine Auswahl klassischer
Abenteuererzählungen mit Illustrationen von Werner Klemke. Von Verne
ist die Kurzgeschichte Eine Winterkampagne im Eise
enthalten. Dieses Buch ist eine Lizenzausgabe des Verlags Neues Leben
für die BRD und Österreich. Weitere Details sind daher auf meiner Seite
![]() ![]() Die links vorgestellte Sammlung erschien im Verlag Das Neue Berlin im Jahre 1987. Der komplette Titel lautet: Duell im 25. Jahrhundert - Geschichten von Glücklichen Welten und kommenden Zeiten - Herausgegeben von Erik Simon und Olaf R. Splittel. Das Buch beinhaltet bei den 13 Geschichtenu.a. den Verneroman: Der Ewige Adam auf den Seiten 174 bis 224. Angaben zur Buchausgabe: 1. Auflage 1987 vom Verlag Das Neue Berlin 1987; Lizenz-Nr. 409-160/233/87; ISBN 3-360-00083-8 mit 440 Seiten. Buchformat: 13 x 20,5 cm; Buchstärke: 2,5 cm. Das Bildmaterial zeigt ganz außen den Leinenkorpus und daneben den Schutzumschlag. Weitere Details zur Verne-Vorlage sind auf meiner Seite: |
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Copyright © Andreas Fehrmann – 2/2026 letzte Aktualisierung 15. Februar 2026