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Collection Fehrmann

Jules Vernes Voyages extraordinaires

 Band VE 4-


Buchbeispiel oben: © Der Kinderbuchverlag Berlin 1949, 3. Auflage 1956 Lizenz Nr. 304-270/144/56-(49), nach einer im Jahre 1901 erschienenen Ausgabe; CF /0402/. Buch unten: Von der Erde zum Mond © Lizenzausgabe des Deutschen Bücherbundes GmbH München 1999, Nr. 192773 (CF /0411/)




/1/ Jules Verne: Von der Erde zum Mond; A. Hartleben's Verlag, 1874, Wien / Pest / Leipzig; mit 45 Abbildungen; CF /0401/; Weitere Details siehe weiter unten rechts

/27 ebenda, Bildzitat von Seite 160








Von der Erde zum Mond (1865)

Hartleben-FrontispizOriginalillustrationDie Originalausgabe erschien am 25. Oktober 1865 unter dem Titel De la Terra á la Lune. Trajet direct en 97 heures bei Pierre-Jules Hetzel in Paris. (Bild links: Bei A. Hartleben's Verlag im Jahre 1874 /1/; siehe dazu Bilder ganz unten)

Der amerikanische Bürgerkrieg brachte all denen die Waffen produzierten einen großen Aufschwung. In Baltimore gründete sich sogar ein Artilleristenklub. Dem durften alle angehören, die eine Feuerwaffe erfunden hatten. Eines Tages jedoch schweigen die Waffen - im Club kehrt Langeweile ein. In diesem Moment beschließt der Clubpräsident Barbicane, die Erfahrungen der Clubmitglieder friedlich zu nutzen. Dazu offeriert er dem begeisterten Clubmitgliedern ein ehrgeiziges Projekt: Er will eine Kanone bauen, die jedes bisherige Maß übersteigt, um mit ihr ein Geschoss zum Mond zu senden. Dieser Vorschlag, basierend auf einer riesigen Kanone die als Schacht in die Erde Floridas gebaut werden soll, löst einen ungeheuren weltweiten Begeisterungssturm aus. Zur Finanzierung des gigantischen Vorhabens werden Subskriptionen aufgelegt. Diese wurden jedoch nicht wie üblich als Anleihe, sondern als ein Geldgeschenk organisiert. Die gesamte Welt sollte somit Anteil an dem kühnen Vorhaben nehmen. Am Startort, der fiktiven Stadt Stones-Hill, wurde ein Industriestandort buchstäblich aus dem Boden gestampft, sollte doch nach den Schachtarbeiten die Kanone direkt vor Ort in den Boden gegossen werden (Bild rechts: „Ankunft des Projectils zu Stone's-Hill“ /2/). Dann ist es endlich soweit. Der Versuch glückt, das Projektil verlässt die Erde. Als die mutigen „Reisenden“ die Erde verlassen, nähern sie sich dem Mond.

Die Fortsetzung der Geschichte erleben wir im zweiten Teil des Romans: In der Reise um den Mond .

Noch einige ergänzende Anmerkungen: Einer der mutigen „Astronauten“ des Romans ist Michel Ardan. Hinter diesem Namen verbirgt sich, mit einem einfachen Wortspiel umbenannt,  der langjährige Freund Jules Vernes - der Fotograf Nadar (1820 – 1910). Diesen beschreibt Jules Verne recht treffend in diesem ersten Band der Mondreisen. Ehe man sich noch über die Sinnfälligkeit und den Mut der technischen Phantasie Vernes Gedanken macht, sollte man sich vergegenwärtigen, dass dieses Buch eigentlich als Satire geschrieben wurde. Ziel war es, bestimmt auch mit einem Seitenblick auf Deutschland, den Militarismus auf die Schippe zu nehmen. Dies erklärt auch den Mut zu großzügigen Entscheidungen bestimmter recht fragwürdiger Lösungen, wie sie zum Beispiel durch die überdimensionierte Kanone gegeben wurde.

Eine mexikanische VersionDer Artilleristenklub (Gunclub) begegnet uns noch in den Werken Reise um den Mond und Kein Durcheinander in weiteren Verne-Romanen wieder.

Aber immerhin schickte Verne seine Helden fast 100 Jahre vor der realen Wirklichkeit zum Mond. Was dabei rückblickend wie phänomenale Weitsicht aussieht, indem er sich auch noch einen interessanten Startplatz aussucht, denn die fiktiven Artilleristen wählten Florida und heute befindet dich dort Cape Canaveral, die NASA Raketenstartbasis, ist nicht ganz zufällig. Für diese Entscheidung und anderen „technisch“ erscheinenden Inhalten trägt auch die Konsultation mit theoretischen Vordenkern bei, wie zum Beispiel mit dem Verne-Vetter Henri Garcet, der einige mathematische Grundlagen beisteuerte.

Und hier noch ein interessantes, aber kleineres technisches Detail: Über die zur Ausleuchtung der COLUMBIADE am Startplatz benutzten Ruhmkorfflampen, kann man sich auf meiner Seite  Technikgeschichte Jules Vernes: Kapitel 2 – Die Ruhmkorfflampe belesen. Buch links: Julio Verne: DE LA TIERRA A LA LUNA / ALREDEDOR DE LA LUNA © Editorial Porrúa Mexico 2004 ISBN 970-07-4699-2 (erworben 2005 in Peru; CF /0408/)

Vorsatzbild kleinDer Roman bei A. Hartleben's Verlag Wien Pest Leipzig

Weil der Verlag A. Hartleben seine Reihe Bekannte und unbekannte Welten. Abenteuerliche Reisen mit diesem Roman als Band 1 begann, möchte ich etwas mehr Bildmaterial dazu anbieten. Details zu dieser Edition:  Die beliebten vollillsutrierten Großausgaben bei A. Hartleben. Das Bildmaterial stammt aus der Quelle /1/ in der Version Druck von Grimme & Trömel / Leipzig 1874, mit 45 Abbildungen

    Rechts dargestellt das Vorsatzbild einer frühen Druckvariante, Detailseite zur Vergrößerung hier: Vorsatzbild zur Darstellung der Reihe Bekannte und unbekannte Welten

    Die Abbildung unten links: Titel mit Impressum und rechts: Vorsatzbild vor Beginn des Texte

Impressum

Voratzbild


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Film 3

Die Reise von der Erde zum Mond: Verfilmung FR 1902

Film 4

Die Reise zum Planeten Jupiter: Verfilmung FR / SPA 1909

Film 5

Von der Reise von der Erde zum Mond: Verfilmung USA 1958

Film 1

Von der Erde zum Mond: Verfilmung GB 1967 - Filmtitel (dt): Tolldreiste Kerle in rasselnden Raketen

Film 2

Von der Erde zum Mond: Verfilmung USA 1979 (Animationsfilm)

Film 6

Die Reise zum Mond: Verfilmung D / CHINA 1999 (Animationsfilm)

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Hinweis: Beschrieben werden nur in meiner Sammlung befindliche Bücher und Verfilmungen. Dargestellte Bücher sind Beispiele daraus. Copyright © Andreas Fehrmann - 07/00, letzte Aktualisierung 5. Oktober 2015

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