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Collection Fehrmann

Jules Vernes „Voyages extraordinaires*"

(*Dieser Band ist nicht Bestandteil der VE) Postum veröffentlicht

VERFILMUNGEN

Film und Bildmaterial © ORTF / ČST 1967

FILM 2


Hinweis zum öffentlich-rechtlichen Fernsehen in Frankreich: Von 1949 bis 1964 gab es die Rundfunk- und Fernsehanstalt RTF (Radiodiffusion-télévision française). 1964 wurde daraus das ORTF (Office de Radiodiffusion Télévision Française) aus dem dann 1974 die sieben Nachfolgegesellschaften für Rundfunk und Fernsehen entstanden.

Beispiel DVD

Beispiel DVD aus Frankreich: Verne Verfilungen im Dreierpack: Schwarzindien, Storitz und Meister Zacharius © ina; ASIN B005XQ90BG im Format 1:33 s/w Dolby 2.0. Als Einzelfilm gibt es auch eine Tschechische Kauf-DVD: Tajemství Viléma Storitze

 


Das Geheimnis des Alchimisten Storitz: Frankreich / ČSSR 1967

Originaltitel: Le Secret de Wilhelm Storitz (französisch), Tajemství Viléma Storitze (Tschechisch); Regie: Eric Le Hung; Drehbuch: Claude Santelli (siehe auch die Verfilmung RTF 1963: Die Geheimnisvolle Insel und ORTF 1968: Herr Dis und Fräulein Es), Musik: Georges Delerue; Darsteller: Pierre Leproux als Polizeichef, Robert Vattier als Oberst Roederich, Bernard Verley als Adrien, Pascale Audret als Martha, Jean-Claude Drouot als Wilhelm Storitz, Michel  Witold als Marc-Antoine Désormeaux, Monique Mélinard als Mme Roederich, Martin Růžek als Herman, Jan Skopeček als Haralan, Zora Božinová als Erika, Jan Pohan als Offizier, Juraj Homola als Polizist, Waldemar Matuška als Zigeuner (die Rolle hieß damals so...), Josef Hlinomaz als Mönch, Miloš Nedbal als Priester, Georges Audoubert als Erzpriester, Gerard Lartigau als Denis,Jindřich Blažíček als Passagier u.v.a.m.

Teil der Zeitgenössische Werbung in ZeitschriftenProduziert vom ORTF (siehe Randnotiz linke Spalte) und dem damaligen Tschechislovakischen Fernsehen ČST (čs. Televize) in der ČSSR (Drehorte in Prag und Umgebung). Im Auftrag von ČST produzierte die Firma Televizní filmová tvorba - Atelier FSB. Erstausstrahlung in Frankreich am 28. Oktober 1967.

Bild links: Ausschnitt aus einer zeitgenössischen Werbung  (Festival TV im August 1967).

Die Grundidee der zu dieser Zeit nur bekannten Romanversion in der Überarbeitung von Michel Verne ist dem Film noch anzumerken. Warscheinlich dem Filmpartnerland ČSSR gechuldet, wurde aber die Handlung kurzerhand in die Tschechische Republik verlegt und die Haupthandlung find in Prag statt. Im Vergleich zur Romanvorlage setzte aber das Drehbuch viele Akzente gleich mysthischer an. Überraschender Weise versucht man aber auch fragwüirdige technische Ideen einzuflechten. Der Handlung hat es nicht geholfen.

Szenenbilder unten: Links malt Adrian das Portrait seiner Verlobten Martha. Rechts: Pascale Audret als attraktive Hauptheldin des Films - Bilder: © ORTF / ČST 1967
Martha (Myra)Marthas Abbild










Ich will mich nicht zu lange mit dem Plot aufhalten, die Geschichte ist hinlänglich bekannt. Eine grundsätzliche Frage möchte ich aber dennoch ansprechen: Auch in dieser Verfilmung haben wir wieder den Effekt, mit dem schon einige Drehbuchautoren des Unsichtbaren beim Umsetzen ihrer Ideen so ihre Schwierigkeiten hatten: Im Prozess der Unsichtbarkeit wird alles was der oder die Unsichtbare an sich hat ebenfalls unsichtbar. Also wirkt das Wundermittel im Körper und auch auf die Gegenstände um ihn herum, d.h. die Bekleidung. In den 60er Jahren hätte ich hier schon ein Korrektur des falschen Denkmodells erwartet. Auch in dieser Version erscheint Myra, die seltsameweise im Film Martha heißen muss, wie von Michel Verne angeregt nach der Entbindung ihres Kindes wieder - natürlich vollständig bekleidet. Wie heisst es so schön: DIe Natur hat das Problem gelöst, wozu die Ärzte nicht in der Lage waren. Diese Idee hatte Santelli übernommen, das offene Ende des Vernschen Original währe vielleicht nicht so dramatisch gekommen.


Filmtechnisch gut umgesetzt ist es auf jedem Fall ein ansehbarer Streifen. VIelleicht ist es die Sicht von heute, einige Charaktere waren mir zu gradlinig oder überhöht. Aber es sind in den Sehgewohnheiten eben schon einige Jahrzehnte vergangen. Es gibt eine deutschsprachige Filmversion, denn der Film lief u.a. im Fernsehen der DDR I am 8.6.1970 unter dem Titel Das Geheimnis des Wilhelm Storitz in deutscher Synchronisation.

Buch

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Hinweis: Beschrieben werden nur in meiner Sammlung befindliche Bücher und Verfilmungen. Copyright © Andreas Fehrmann - fehrmann 11/2020, letzte Aktualisierung 27. November 2020

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