Johann David Wyss:

Der Schweizerische Robinson

Eine Jugendlektüre Jules Vernes und ihre Auswirkungen










Johann David Wyss – Kurzbiographie

Geboren am 28. Mai 1743 in Bern. Studium der Theologie und der Philosophie. Tätig als Feldprediger und später als Pfarrer. Gestorben am 11. Januar 1818 in Bern.

















Von den vielen filmischen Umsetzungen des Stoffes scheint mir die DISNEY Version von 1960 am gelungensten. Nachfolgend das Cover einer VHS aus GB und einer deutschen Version auf DVD (dt. Verleihertitel: Dschungel der tausend Gefahren):











Quellen:

/1/ Angaben aus BIBLIOMEDIA SCHWEIZ – Stiftung für öffentliche Bibliotheken (unter www.svbbpt.ch)

/2/ ebenda

/3/ Nachwort von Christian Robin zu: Jules Verne Onkel Robinson (Zitat Seite 276); © 1991 by le cherche midi éditeur, für die deutsche Ausgabe nymphenburger in der F.A. Herbig Verlagsbuchhandlung GmbH, München 1993. Dabei zitiert er aus: Pourquoi j`ai écrit Seconde Patrie, Vorwort zu Seconde Patrie 1900. (Deutscher Titel: Das zweite Vaterland); CF /6501/

/4/ J. D. Wyss: Der Schweizerische Robinson, K. Thienemanns Verlag in Stuttgart ca. 1910, Illustrationen von Wilh. Hoffmann

/5/ Jules Verne Zwei Jahre Ferien, © Diogenes Verlag AG Zürich 1973, Ausgabe 2002; ISBN 3 257 20440 x; detebe-Klassiker 20440; CF /3202/

/6/ o.g. Buch ebenda S.40

/7/ ebenda S. 58

/8/ ebenda S. 65

/9/ ebenda S. 148

/10/ ebenda S. 185

/11/ Macé / Stahl: Magasin d'Éducation et de Récréation; 2me année 1865 - 1866, 2e semestre, 4me Volume de la collection, Seite 119 – CF /6604/

Textzitate von Jules Verne sind wie gewohnt von mir in BLAU dargestellt.

Hinweis: Beschrieben werden nur in meiner Sammlung befindliche Bücher und Verfilmungen.

Alle vorgenannten Bücher und Filme aus Collection Fehrmann.



Johann David Wyss: Der Schweizerische Robinson

Dieses Buch ist aus meiner Sicht ein Werk, welches Spuren im Schaffen Vernes hinterlassen hat. Daher möchte ich an dieser Stelle den Roman von Johann David Wyss vorstellen, aber nicht ohne vorher noch auf die Entstehungsgeschichte einzugehen.

Orifinalillustration bei WyssHeute noch bekannt ist Johann David Wyss für seinen Jugendbuch-Klassiker über die Abenteuer einer schiffbrüchigen Familie, welcher Weltgeltung erlangte und als eines der meistübersetzten Bücher schweizerischer Herkunft gilt.

Der Berner Stadtpfarrer hatte den„schweizerischen Robinson“ ohne jegliche Absicht auf eine Publikation, in den Jahren 1794-1798 niedergeschrieben. In dieser Familiengeschichte, deren einzelne Kapitel er jeweils vor der Niederschrift intensiv mit seinen Söhnen diskutierte, mischte er auf pädagogisch geschickte Weise Abenteuer und Belehrung. Die Erzählung diente ihm ebenfalls dazu, naturwissenschaftliches und technisches Wissen seinem Nachwuchs weiterzugeben. Johann Rudolf Wyss, der Sohn des Autors, welcher als Professor der Philosphie an der Universität Bern lehrte, entschloss sich 1812 das Werk für die Veröffentlichung zu bearbeiten. Der erste Teil, in zwei Bänden publiziert, wurde zu einem grossen Erfolg und bereits kurz nach Erscheinen ins Französische übertragen. So folgten 1826 und 1827 die Bände 3 und 4, welche den „schweizerischen Robinson“ vervollständigten und ebenso erfolgreich, wie der erste Teil wurden.“/1/

Die exakten Angaben zum Werk: Der schweizerische Robinson oder der schiffbrüchige Schweizer-Prediger und seine Familie. Herausgegeben und bearbeitet von Johann Rudolf Wyss d.J. 1. Teil. Band 1+2. Zürich: Orell, Füssli & Co., 1812 / 2. Teil, Band 3. Zürich: Orell, Füssli & Co., 1826 / Band 4. Zürich: Orell, Füssli & Co., 1827“ /2/ (Bild oben links: Kopie einer alten Originalillustration, geschaffen von Johann Rudolf Wyss, Quelle WEB, keine weiteren Daten)

dt. Version von WyssKURZBESCHREIBUNG DER HANDLUNG: Eine Schweizer Familie, bestehend aus Mutter, Vater und den Söhnen Fritz, Ernst, Jack (Jakob) und Franz hat den Entschluss gefasst, die Schweiz zu verlassen um ihr Glück als Siedler auf den Gewürzinseln zu versuchen. Auf einem Segler mit recht unzuverlässiger Mannschaft geraten die Beteiligten jedoch inmitten des indischen Ozeans in Bedrängnis. Im schweren Sturm verlässt die Mannschaft das dem Untergang geweihte Schiff. Die Schweizer Familie ist sich selbst überlassen und kurz darauf strandet das Schiff an einer unbekannten Küste (die gleiche Skrupellose Mannschaft findet wir übrigens auch in Vernes Die Kinder des Kapitän Grant wieder. Hier verläßt die Mannschaft des Seglers „Maquarie“ unter Kapitän Halley im Sturm zwischen Australien und Neuseeland mit der einzigen Jolle das gefährdete Schiff).

Illustration aus der dt. VarianteKurz darauf legt sich der Sturm und die Gestrandeten können auf einem Behelfsfloß das Schiff verlassen. Die Insel, denn um eine solche handelt es sich, empfängt die Besucher mit offenen Armen. Eine üppige Vegetation, eine reiche Tierwelt und günstige geologische Bedingungen erwartet die Familie. Aus dem Schiffswrack können sie alle notwendigen Ausrüstungsgegenstände bergen und da es ein Aussiedlerschiff war, hat man sogar landwirtschaftliche Geräte, Sämereien und diverses Werkzeug mit an Bord (aber nur eine Aussiedlerfamilie?). Nach kurzer Erkundung macht man es sich auf der Insel bequem. Zuerst wird eine Zeltunkerkunft gebaut, später ein Baumhaus um dann ergänzend eine sichere Höhlenunterkunft auszubauen. Nach und nach wird die Insel regelrecht kultiviert, man macht sich alle Recourcen untertan. Die Beschreibung der einzelnen Etappen des Ausbaus, so werden auch noch Meiereien, Geflügelställe, eine Taubenzucht und Viehkoppeln aufgebaut, wechselt sich mit (haarsträubenden) Jagderlebnissen ab. Nach über zehn Jahren gibt es ein erstes Lebenzeichen von Außen: Via Albatros meldet sich eine englische Schiffbrüchige, die auf einer vorgelagerten Insel ganz in der Nähe verschlagen wurde. Nach kurzer Suchaktion wird sie dann „gerettet“ und in der Familie aufgenommen. Einige Zeit später nähert sich der Insel ein englisches Schiff, welches Hilfe bringt. Die Familie trennt sich, nachdem die Eltern sich entschlossen haben, mit einem Teil der Kinder hier auf „Neu Schweizerland“ alt zu werden. (Buch und Illustration aus /4/)

Der moderne Leser merkt, dass Wyss sein Faktenwissen offensichtlich aus den unterschiedlichsten Büchern zusammengetragen hat. So ist auch seine botanisch und zoologisch wilde Anhäufung von Arten erklärbar, die es so nie auf nur einem Eilande geben wird. Kartoffeln, Baumwolle, Maniok Bambus, Ananas, Orange, wildwachsende Eichen und Feigenbäume geben sich ein Stelldichein. Gleiches gilt für die Fauna: Stachelschweine, Büffel, Bienen, Antilopen, Strauße, Kängurus, Angora-Kaninchen, Boa-Riesenschlangen, Robben, Walrösser, Bären und Affen inmitten des Indischen Ozeans. Dieser Art des Quellenstudiums ist es wahrscheinlich auch geschuldet, dass sich recht eigentümliche Naturschilderungen im Buch befinden, weil eben diverse Details damals nicht bekannt waren. So kann man lesen, dass man die Kokosmilch mit Zuckerrohr versüßen muss, weiter von Strauße die in einem Nest 25 bis 30 Eier legen oder eine Boa, die vor dem Verschlingen einen Esel mundgerecht ausrichtet und vorher mit Schleim überzieht. Ich denke der Unterhaltungseffekt war damals trotzdem enorm und die Leser waren bestimmt unkritischer als ich.

Wyss bei HetzelJules Verne und Der Schweizerische Robinson

Die gleich nach dem Erscheinen sehr populär gewordene Geschichte gelangte neben einigen anderen gleichartigen Büchern in den Bücherschrank des jungen Jules Verne. Dazu Cristian Robin: „Verne stand also eine beeindruckende Auswahl (von Robinsonaden (Anm.d.A.)) zur Verfügung, und er begeisterte sich für den Schweizerischen Robinson von Wyß, den Zwölfjährigen Robinson von Frau Mallès de Beaulieu, den Robinson im Wüstensand von Frau de Mirval, die Abenteuer von Robert-Robert von Louis Desnoyers, die eine Mondreise enthalten, den Robinson im Eis von Fouinet, dessen Titel für den zweiten Teil von Die Abenteuer des Kapitän Hatteras übernommen wurde, und dem Krater von Cooper. Noch bei dem zweiundsiebzigjährigen Verne ist diese Faszination lebendig wie eh und je: >Die Robinsone waren die Bücher meiner Kindheit, und ich habe sie in bleibender Erinnerung behalten, nicht zuletzt deshalb, weil ich jedes gleich mehrmals gelesen habe. Ich habe auch in den späteren Jahren nie wieder solche Leseerlebnisse gehabt wie damals. Das meine Vorliebe für derlei Abenteuer mich instinktiv auf den Weg gebracht hat, den ich einmal eingehen sollte, ist unbezweifelbar.<“ /3/

Diese „Jugendprägung“ spiegelt sich im Gesamtschaffen Vernes wieder, er schafft eine ganze Anzahl von Robinsonaden. Dazu kann man sich vertiefend in meinen Beitrag Robinsonaden und Inselabenteuer bei Jules Verne belesen. Aber es gab auch direkte Einfluss oder regelrecht Nachempfindungen aus dem Roman Der Schweizerische Robinson. So fielen mir beim Lesen der Bücher Vernes umfangreiche Parallelen auf, die ich weiter unten aufgezeigt habe. Dazu gibt es auch einen interessanten Berührungspunkt: Während Verne bei seinem Verleger Hetzel im Magasin d'Éducation et de Récréation ab 1864 seinen Roman Hatteras vorab veröffentlicht, erscheint im gleichen Magasin der Robinson Suisse von Wyss in der für Hetzel erstellten Übersetzung. Diese soll dann später die Grundlage für Vernes Zweites Vaterland gewesen sein (Bildbeispiel: rechts im Text /11/). Ja selbst ein Teil der Illustrationen wurde weiter genutzt. Ausführlicher gehe ich dazu auf der Seite Das zweite Vaterland ein.

Die von mir erwähnten Parallelen waren schon in Vernes Roman Onkel Robinson erkenntlich, den er im Zeitraum von 1870 bis 1871 schrieb. Drei Bände waren geplant, zwei wurden geschrieben. Die Originalausgabe erschien aber erst 1991 unter dem Titel L'Oncle Robinson bei Le Cherche Midi Éditeur in Paris. Aber es wird noch deutlicher.

Der Schweizerische Robinson und Die geheimnisvolle Insel

Geheimnisvolle Insel - Originalillustration(Details zu den eingebundenen Bildern siehe auf der Seite/Link zum Buch) Das das Werk von Wyß Verne stark in Erinnerung blieb, zeigt sich aber am deutlichsten in Parallelen zu seinen „Super-Robinsonade“ Die geheimnisvolle Insel, die er 1874 und 1875 veröffentlichte. So sind einige Ideen die den Reiz der Schilderung des Lebens der Kolonisten ausmachen, schlichtweg schon in der Jugendlektüre Vernes zu finden. Hier ein Versuch eines Vergleichs:

1. Der Schweizer Vater mit seiner Familie berät gemeinsam über die Vergabe der geografischen Namen der Inselteile. Jeder macht Vorschläge zur Bennennung. Gleiches macht Cyrus auf dem Franklinberg mit seinen Getreuen

2. Die Flora und Fauna der Insel stellt eine außergewöhnliche Ansammlung von Arten da (siehe weiter oben). Diese Häufung unterschiedlichster und eigentlich widersprüchlicher Arten treffen wir auch auf der Lincolninsel an. Eine Neuentdeckung jagt die andere. Viele Klima- und Vegetationszonen treffen sich auf einem Eilande.

3. Damit man auch die richtigen Erläuterungen dazu parat hat, hat der Schweizer Vater sogleich die lateinischen Bezeichnungen der Tiere und Pflanzen parat. Die Rolle des belesenen Naturführers übernimmt in der Verneversion der junge Harbert.

4. Zum Besteigen des Baumhauses bauen sich die Gestrandeten eine riesige Strickleiter. Die Faszination dieser scheint auch Ideengeber der Strickleiter zum Eingang des Granithauses gewesen zu sein. Und da sind wir auch gleich beim nächsten Stichwort:

5. Die Schweizer Familie bricht sich einen Gang in den Felsen und stößt auf eine Kristallhöhle. Das Granitehouse mit seiner domartigen Grotte lässt grüßen.

6. Die Schweizer brechen künstliche Öffnungen in die Vorderwand des Felsens um Licht in die Felsenhalle zu lassen. Der große Zentralraum wird durch Trennwände aufgeteilt. Gleiches passiert im Granitehouse.

Geheimnisvolle Insel - Originalillustration7. Die Begeisterung der schweizerischen Jungens über den Fund von Mörsern auf dem Schiffswrack führt zu Salutschüssen aus der Pinasse und später auch auf dem Festland. Nach der Erbeutung der Geschütze aus dem Piratenschiff lässt Cyrus von seiner Granitehouse-Batterie Salven über die Bucht schießen.

8. Die Schweizer bauen einen Karren und spannt den Esel davor, um die Ernte einzubringen und um andere Transporte zu erledigen, obwohl doch die Insel bestimmt nicht gerade ebenerdige Wege gehabt haben wird. Eine gleiche verkehrstechnische Lösung findet Cyrus mit seinen Freunden.

9. Gleich als erstes bauen die Schweizer eine Brücke über einen Bach, als ob Schiffbrüchige nicht andere Wege zur Überwindung eines kleinen Flusses nutzen würden. Die gleiche Begeisterung zum Brückenbau finden wir bei den Kolonisten.

10. Die schweizerische Familie legt sich einen Hühnerhof an, weitere Stallungen folgen. Auch dies finden wir auf der Lincolninsel wieder.

11. Souverän geht der Schweizer Familienvater mit den unterschiedlichsten Technologien zur Herstellung von Haushaltsgegenständen um. So werden aus Kautschukmilch und Ledersohlen Gummistiefel produziert (waren keine Stiefel der Matrosen an Bord?) oder aus den Beeren des Wachsstrauches werden Kerzen hergestellt. Dazu werden die Verfahrensweisen stark idealisiert. Gleiches macht sich der omnipotente Cyrus zu eigen. Er hat die tollsten „Bau- und Herstellungsanleitungen“ parat. Denken wir nur an die waghalsige Schilderung der Produktion von Nitroglyzerin.

12. In beiden Romanen gibt es eine Walstrandung, die nach dem Ausschlachten zu Materialien zur Lampenversorgung führt.

13. Ein Äffchen wird im Haushalt der Bewohner von Neu Schweizerland aufgenommen, der auf der Lincolninsel in Jup seine Entsprechung findet.

14. Auch auf der Lincolninsel wird ein Taubenschlag angelegt

15. Einem angeschossenen Albatros wird auf der Lincolninsel ein Säckchen mit einer Botschaft angebunden, nachdem er wieder flugfähig ist. Mit dieser Methode hat auf Neu Schweizerland die gestrandete Engländerin auf sich aufmerksam gemacht.

Der Schweizerische Robinson und Zwei Jahre Ferien

Zwei Jahre Ferien - Originalillustration(Details zum Bild siehe auf der Seite/Link zum Buch) Auch beim späteren Roman Zwei Jahre Ferien, dieser wurde von Hetzel 1888 erstveröffentlicht, gibt es wieder bestehende Ähnlichkeiten von Details. Hier fielen mir die folgenden Dinge auf:

1. Eine ähnliche Verfahrensweise beim Ausschlachten des Schiffswracks

2. Auch hier gibt es wieder eine öffentliche Taufe der geografischen Gegebenheiten

3. Auf der Insel Neu Schweizerland werden zum Jahrestag der Rettung sportliche Wettkämpfe der Jungs durchgeführt. Gleiches finden wir auf der Insel Chairman.

4. Der Bau der Felsenhöhle Felsenheim ähnelt stark dem Ausbau von French-Den auf der Chairman

5. In beiden Romanen wird ein Strauß gefangen, um ihm als Reittier zu zähmen

7. Die später gestrandete Jenny die von der Schweizer Familie aufgefunden wird, findet ihr Double in Kate auf der Insel Chairman die sich der Schülergruppe anschließt

Aber es gibt auch direkte Anspielungen in Vernes Roman zu seiner alten Lieblingslektüre (nachgenannte Zitate werden aus Quelle /5/ wiedergegeben): So lesen wir über einen der Jungen: „Service ist ganz sicher der fröhlichste und übermütigste von allen, ein richtiger Clown, der nur von Reiseabenteuern träumt und dessen Lieblingslektüre >Robinson Crusoe< und der >Schweizer Robinson< sind“ /6/. Oder: „In der Bibliothek der Jacht befanden sich eine Reihe guter englischer und französischer Bücher, vor allem Reisebeschreibungen und wissenschaftliche Werke, natürlich auch die beiden berühmten Robinsonaden.“ /7/ Aber mit dem Schiff wird noch eine andere Parallele hergestellt: „Unsere >Sloughi< ist wirklich genau im richtigen Augenblick von einer freundlichen Welle, die sie nicht einmal allzusehr beschädigt hat, auf den Strand getragen worden. Weder Robinson Crusoe noch der Schweizer Robinson hatten auf ihren Phantasie-Inseln soviel Glück.“/8/. Als ein Strauß gefangen wurde sagte Service: „Das überlaßt nur mir, ich mache das schon. Im Schweizer Robinson steht, wie man das macht.“/9/ Und weiter geht es mit der Episode: „Und trotzdem, meinte er eines Tage und bezog sich auf seinen Schweizer Robinson, den er immer wieder las, ist es Jack gelungen, aus seinem Strauß ein schnelles Rennpferd zu machen.“ /10/.

Der Schweizerische Robinson und Das zweite Vaterland

Aber die Geschichte ließ ihn nicht los. Die Faszination des Romans war so groß, das Verne in seiner Phase der Rückbesinnung im Jahre 1900 die beiden Teile des Romans Das zweite Vaterland (Seconde patrie) bei Hetzel herausbrachte. Hierbei ging er den ungewöhnlichen Weg, das er die Geschichte von David Wyß einfach weiter schrieb. Es ist verblüffend: So kann man die Karten der Insel der Verneausgaben benutzen, um die beschriebenen Landmarken im Roman von Wyß wieder zu finden.

Kann man einem Lieblingsbuch seiner Jugend ein bleibenderes Denkmal setzen?

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