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Collection Fehrmann Jules Vernes „Voyages extraordinaires"- Band VE 12 - |
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Die Geheimnisvolle Insel (1874 und 1875)
(Bild rechts: Das Titelblatt beim ersten Erscheinen, ähnlich später in Buchform, Quelle: Macé / Stahl / Verne: Magasin d'Éducation et de Récréation; 10me année, Ier semestre, Ier volume, 19me Volume de la collection, Seite 3 – Collection Fehrmann /6602/) Dieses Buch
ist der dritte Teil der Trilogie, die mit Über den von Sturm gepeitschten Wogen des Stillen Ozeans treibt ein Ballon mit vier Männern, einem Jungen und einem Hund. Es besteht kaum noch Hoffnung auf Rettung. Aller Ballast, selbst die Gondel, ist abgeworfen worden, um den nicht flugfähigen Ballon wenigstens für einige Meilen noch über Wasser zu halten. Wer ist diese Mannschaft? Es sind Flüchtlinge des amerikanischen Bürgerkriegs. Die Kriegswirren hatten den Offizier der Nordstaaten Cyrus Smith, seinem Gehilfen und gutem Geist Nab und den Kriegsberichterstatter Gideon Spilett zusammen mit den Seemann Bonadventura Pencroff und Harbert Brown, einem fünfzehnjährigen Waisenkind zusammengeschmiedet. Sie alle waren als Gefangene in Richmond interniert. Um zu entkommen flohen sie mit einem bereitstehenden Ballon, der zu Aufklärungszwecken dort stationiert war. Die geglückte Flucht entpuppte sich aber bei einem aufkommenden Sturm als Beginn einer Odyssee westwärts quer über die Staaten. Aus dem Sturm wurde ein Orkan der den steuerlosen Ballon vor sich her trieb. Inzwischen befand sich der Ballon über dem Pazifik. Die Passagiere klammerten sich mit letzter Kraft an das Netzwerk des Ballons. Völlig ohne Hilfsmittel landen die Schiffbrüchigen auf einer Insel, die in keinem Atlas der Welt verzeichnet ist. Cyrus
Smith, der im Zivilleben als Ingenieur arbeitete, schafft es mit seiner
Gruppe durch Nutzung aller natürlichen Ressourcen, dem eigenen
Ideenreichtum und der Nutzung der Fähigkeiten aller, den Widrigkeiten
zu trotzen. Die Schiffbrüchigen, die sich, nicht dem dem Schicksal
hadernd, bald Kolonisten nennen, machen sich die Insel zu eigen. Immer
wieder werden sie bei brenzlichen Situationen mit unerklärlichen Dingen
konfrontiert. Um sich eine sichere Unterkunft zu schaffen, sprengen sie
sich in die Steilwand am Ufer eine Wohnhöhle (Details dazu siehe in
meiner Rubrik: Ein
Schlüsselerlebnis auf der Insel ist das wunderbare Auffinden von
Strandgut. Durch die Zusammenstellung von nützlichem Werkzeug,
Instrumenten, Büchern und sonstigen Dingen des täglichen Lebens, können
die Kolonisten ihre Insel noch lebenswerter machen. (Details dazu siehe
auf meiner Seite: Nun
haben die Kolonisten auch die Möglichkeit, sich ein kleines Schiff zu
bauen. Forciert wird das Ganze durch das Auffinden einer Flaschenpost,
die das Vorhandensein anderer Schiffbrüchiger auf der Nachbarinsel
Tabor signalisiert. (Details zur Romaninsel Tabor findet man auf meiner
Seite: Überschattet wird das Inseldasein vom Eintreffen eines Schiffes, welches zuerst Rettung verheißt. Aber auf dem geheimnisvollen Schiff sind keine Beflaggungen zu erkennen. Es stellt sich schnell heraus, dass das Schiff voller Piraten ist. Die Situation eskaliert. Die Piraten greifen die Kolonisten sofort an, als sie erkennen, dass sie nicht allein auf der Insel sind. Trotz Tarnung kam ihnen das Granithaus verdächtig vor. So zielten sie vorsichtshalber mit ihrem Schiffsgeschütz in diese Richtung. Die Lage erschien für die Kolonisten aussichtslos. Auch hier hilft wieder eine unbekannte Macht. Denn wie ist es anders erklärbar, dass das Piratenschiff plötzlich in die Luft gesprengt wird?
Hier hat sich Kapitän Nemo zurückgezogen. Warum lüftet er jetzt das Geheimnis? Wieso tritt er jetzt in Erscheinung? Eigentlich hatte er mit der Menschheit gebrochen. Aber die Freundschaft der Kolonisten gab ihm das Vertrauen in die Menschheit zurück. Neben seiner Schwäche, Nemo merkt das seine Tage gezählt sind, möchte er vor allem die Kolonisten warnen: So empfängt er Cyrus und seine Freunde (siehe Bild rechts im Text). Und dies ist die wichtigste Botschaft: Der Vulkan der Insel, der bereits erste Anzeichen einer Reaktivierung hat, stellt eine ernste Bedrohung da. Haben sich doch unterirdische Risse gebildet, die eine Eindringen des Meeres in den Krater bedeuten würden. In Folge würde die Insel explodieren. Eile ist also angesagt. Ein größeres Schiff muss gebaut werden, um so die Flucht von der Insel zu schaffen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, doch der Vulkan bricht aus und eine Katastrophe bahnt sich an. Dieses Buch ist Jules Vernes Statement an menschliche Schöpferkraft und gemeinschaftliche Stärke.
Damit
ihr euch eine bessere Vorstellung vom Mikrokosmos der Insel machen
könnt, findet ihr hier meine Version der Darstellung der Insel, ergänzt
durch viele Details und Bildmaterial: Anmerkung:
Viele Passagen dieses Romans wurden in den damals noch nicht
veröffentlichten Manuskript |
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Und hier noch ein Nachtrag: In meiner Büchersammlung fand ich die links abgebildete Illustration: „Die Insel Graham oder Giulia – im Sommer 1831 aus dem Meere emporgestiegen und wenige Monate später wieder verschwunden.“ Diese Darstellung erinnerte mich sofort an das Ende der Lincolninsel. Und ist das dargestellte Ereignis nicht auch gleichzeitig ein Argument für Vernes Entstehen und Verschwinden von Inseln in seinen Romanen? (Quelle des Bildes: Dr. Karl W. Braun Der Erdball, Uranus Verlag Berlin und Leipzig 1905; Collection Fehrmann) |
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VERFILMUNGEN:
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Hinweis: Beschrieben werden nur in meiner Sammlung befindliche Bücher und Verfilmungen. Dargestellte Bücher sind Beispiele daraus. |
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Zum
Menue: Die
geheimnisvolle Insel - The Mysterious Island - L'lle mystérieus
Copyright © Andreas Fehrmann 07/00, letzte Aktualisierung 23. Oktober 2011