Collection Fehrmann

Jules Vernes „Voyages extraordinaires"

- Band VE 5 -

To Menue: In Search of the Castaways Zum Menue: Die Kinder des Kapitän Grant – In Search of the Castaways – Les Enfants du capitaine Grant



unten: © Verlag Neues Leben, Berlin 1953, 10. Auflage 1972, L-Nr. 303(305/125/72) CF /0502/





oben: © Verlag Neues Leben, Berlin 1953, 11. Auflage 1982, L-Nr. 303(305/229/82) Neue deutsche Übertragung von Walter Gerull (gekürzte Ausgabe, neu illustriert von Uwe Häntsch) CF /0503/




Fischer Taschenbuchverlag GmbH, Frankfurt am Main © Verlag Bärmeier & Nikel, Frankfurt am Main 1968, Band JV 3, 380-ISBN-3-596-10003-8, neu übersetzt und sehr stark gekürzt (!) v. L. Baier, mit einzelnen Holzstichen der franz. Erstausgabe (CF /0504/)

Die Kinder des Kapitäns Grant“ (1867 und 1868)

Die Originalausgabe erschien 1867 und 1868 unter dem Titel „Les Enfants du captaine Grant“ bei Pierre-Jules Hetzel, Paris und zwar:

Band I: „Les Enfants du captaine Grant. Voyage autour du Monde. L'Amérique du Sud.“ am 6. Mai 1867. Band II: „Les Enfants du captaine Grant. Voyage autour du Monde. L'Australie.“ am 15. Juli 1867. Band III: „Les Enfants du captaine Grant. Voyage autour du Monde. L'océan pacifique.“ am 28. Januar 1868. Der Roman wurde vorab unter „Les Enfants du captaine Grant“ in Hetzels Periodika „Magasin d'Éducation et de Récréation“ vom Dezember 1865 bis Dezember 1866 veröffentlicht. (Siehe Bild unten links von Quelle: Macé / Stahl: „Magasin d'Éducation et de Récréation“; 2me année 1865-1866, 2e semestre, 4me Volume de la collection, Seite 199 – CF /6604/, erworben in Belgien)

An einem Julitag des Jahres 1864 findet die Jungfernfahrt der Yacht „DUNCAN“ von Lord Glenarvan, einem der sechzehn schottischen Pairs des Oberhauses, statt. Es handelt sich um eine Zweimastjacht mit zusätzlichem Dampfantrieb. (Bild links: An Bord der DUNCAN; gezeichnet von Riou). Höhepunkt dieser Fahrt ist der Fang eines Haifisches, der nach kurzem Kampf an Bord gehievt wird und der dann ein Geheimnis preisgibt: Er hatte eine Flaschenpost verschluckt. Ein mehrsprachiges aber verstümmeltes Schreiben beinhaltet einen Hilferuf. Nachdem die Reste der noch zu lesenden Fragmente jeder der drei Sprachen zusammengesetzt wurden, ergibt sich folgender Text:


7. Juni 1862 ........... Dreimaster Britannia ........Glasgow

.........gekentert ................. gonien ..............austral .............

an Land ...............................zwei Matrosen ........................

Kapitän Gr .......................................... gegangen ...............

Kontin gef................... grausam ................... indi .............

.............Dokument geworfen ............................Längengrad

und 37°11' Breitengrad ............................Bringt ihnen Hilfe

.................verloren


Mühsam werden die unleserlichen Stellen logisch ergänzt. Es ist offensichtlich: Kapitän Grant, ein schottischer Patriot und Weltenbummler ist mit seinem Schiff gestrandet. Auf diesem Wege erfleht er Hilfe für sich und die Reste seiner Mannschaft. Die gleich nach Entzifferung des Dokumentes angesprochene englische Regierung hält sich bedeckt. Auf solche Fragmente hin wird keine Suchmannschaft losgeschickt. Und dann auch noch für einen Schotten, der nicht gerade gut auf England zu sprechen war. So entschließt sich der Lord, als Hochzeitsgeschenk für seine junge Frau die Suche nach Grant aufzunehmen. Mit ausschlaggebend dabei ist die Bitte der beiden von Grant hinterlassenen Kinder: Mary und Robert.

Gemeinsam mit den Kindern des Kapitäns und einem französischem Original, dem Schreibtischgelehrten Paganel beginnt eine abenteuerliche Suche in Südamerika. Scheint doch das Wortteil „gonien“ eindeutig auf Patagonien hinzuweisen. Doch es war eine Fehlinterpretation. So wird weiter gerätselt und je nach Auslegung ein anderes Ziel auf dem 37. Breitengrad angefahren, eine Suche rund um den Globus. Paganel in seiner Zerstreutheit findet immer neue Anhaltspunkte im Dokument. Aber die Zeit verrinnt, und die Hoffnung auf eine glückliche Vereinigung der Familie schwindet dahin ...

Auf dieser Skizze habe ich die Reiseroute Lord Glenarvans Yacht DUNCAN und die Landexpeditionen eingezeichnet. Für Details in den Etappen bitte ich diese Links zu meinen Detailseiten anzuklicken:

1. Reise von Chile zum Atlantik

2. Reise durch Südaustralien

3. Reise durch Neuseeland

(Please click a LINK on the right side on the map for further details of the expedition by Lord Glenarvan and his friends (1st:from Chile to the Atlantic; 2nd: Across South of Australia; 3nd: Across New Zealand)

Anmerkung: Dieses Buch wurde nach einer späteren Idee von Jules Verne der Beginn einer Triologie. Dabei fasste er dieses Buch, folgend von 20 000 Meilen unter dem Meeren“ und als letzten Teil Die Geheimnisvolle Insel“ zusammen. Daher kommt es beim strengen Vergleich der inhaltlich benutzen Jahreszahlen, besonders deutlich in „Die geheimnisvolle Insel“ merkbar, zu Problemen. Andere Inselabenteuer bei Jules Verne zeige ich euch auf der Seite: „Robinsonaden bei Jules Verne.

Von meinen vielen „Grant“-Ausgaben möchte ich hier noch zwei Türkische vorstellen.

Linkes Buch: „Kaptan Grant'in Çocuklari“ (Çev: Ahmet Ihsan) ottomanische Edition (arabische Schrift) von Asaduryan Sirketi Mürettibiye Mat. Istanbul 1307 Hijri (entspricht 1890 / Periode des Sultans Abdulhamid II) mit allen Originalillustrationen von Hetzel! (CF /0506/)

Rechtes Buch: Die modernere Variante davon. Eine gekürzte Ausgabe für Kinder: „Kaptan Grant'in Çocuklari“ von Kare Yayinlari, Istanbul 2002, ISBN 975-6694-53-X (CF /0505/)

Ergänzender LINK: Wer Lust auf eine virtuelle Reise in die Inselwelt des Pazifiks hat, ist eingeladen diesem Link zu Bildergalerien, aktuellen und historischen Karten Australiens und des Pazifiks zu folgen: Meine Seite REIF FÜR DIE INSEL

Film 2

Die Kinder des Kapitäns Grant: Verfilmung SU 1936

Film 1

Die Kinder des Kapitäns Grant: Verfilmung USA 1962

Film 3

Die Kinder des Kapitäns Grant: Verfilmung SU 1985 TV / 7 Teile

To Menue: In Search of the Castaways Zum Menue: Die Kinder des Kapitän Grant – In Search of the Castaways – Les Enfants du capitaine Grant

RETURN to Verne ListRETURN zurück zur Vorseite (RETURN)

Hinweis: Beschrieben werden nur in meiner Sammlung befindliche Bücher und Verfilmungen. Dargestellte Bücher sind Beispiele daraus.

Zur Seitenübersicht (Site - Map)

Copyright © Andreas Fehrmann - 07/00, update 2. Mai 2007