Collection Fehrmann

Jules Vernes „Voyages extraordinaires"

- Band VE 3: Reise zum Mittelpunkt der Erde -

VERFILMUNGEN

© Bildmaterial: The Asylum Home Entertainment

FILM 10

Beispiel-DVD:


DVD-Cover USA 2008 © The Asylum Home Entertainment. Unten: Detailvergrößerung daraus – das Spezialfahrzeug bahnt sich seinen Weg durch die Lavamassen



Journey to the Center of the Earth, auch unter Journey to Middle Earth - Reise zum Mittelpunkt der Erde: Verfilmung TV USA 2008

6. KontinentOriginaltitel: Journey to the Center of the Earth / Journey to Middle Earth, Länge: 90 Min; Regie: David Jones und Scott Wheeler; Drehbuch: Steve Bevilacqua; Darsteller: Greg Evigan als Joseph Harnet, dem Leiter einer Forschungsgruppe; Jennifer Dorogi als Jennifer Renee, einer militärischen Truppführerin; Dedee Pfeiffer als Erfinderin Emily Radford; Vanessa Lee Evigan als Victoria Jansen; Caroline Attwood als Gretchen Lake: Amelia Jackson-Gray als Kate Burroughs; Sara Tomko als Betsey Case; Vanessa Mitchell als Eve Abraham; Michael Tower als Marty, Damien Puckler als Gesamtprojektleiter Noah Freeborne u.v.a.m. 

Das Jahr 2008 brachte insgesamt drei Verfilmungen zum Thema Reise zum Mittelpunkt der Erde in den USA auf den Markt. Der erste Film Journey to the Center of the Earth unter der Regie von T.C. Scott wurde am 27. Januar 2008 im Fernsehen uraufgeführt, (daher wird er auch mehrfach mit dem Produktionsjahr 2007 vorgestellt) - er machte den Anfang. Dann folgte die größte Anmaßung unter der Angabe, eine Verfilmung eines Verne-Werkes zu sein: Die hier jetzt folgend vorgestellte Fernsehproduktion Journey to the Center of the Earth. Ein Machwerk unter der Regie von David Jones und Scott Wheeler. Am 11. Juli 2008 wurde dann der Kinofilm  Journey to the Center of the Earth unter der Regie von Eric Brevig erstaufgeführt, der auch als 3D-Version den Kinofreunden angeboten wurde.

Wieder ein Film dessen Bezug zu Jules Verne nur im Abspann erkenntlich ist – der Inhalt hat überhaupt nichts mit den Büchern Vernes zu tun. Wieder eine TV-Produktion die in den Filmdatenbanken und bei den großen WEB-Anbietern im Verkauf von DVD's vernichtende Urteile erhielt. Und wenn dies sogar vom allerlei gewohnten US-Publikum durchgängig erfolgt, dann lässt das einiges ahnen. Der Film ist eigentlich ein Aufwärmen schon bekannter Ideen und Umsetzungen: Mit Hilfe eines Spezialfahrzeugs wird versucht, den Mittelpunkt der Erde zu erreichen. Gleiches taten schon die Helden unter der Regie von Kevin Connors 1976er (UK/USA) Verfilmung Der 6. Kontinent (eigentlich Edgar Rice Burroughs' At the Earth's Core; Siehe DVD Cover links  ©  AMICUS Productions) und die Akteure des ersten Nachahmers, in Wiliam Dear's 1993 (USA) Variante  Gefährliche Reise zum Mittelpunkt der Erde (eigentlich wieder der irreführende Titel: Journey to the Center of the Earth - rechts ein Bild einer spanischen VHS-Variante ©  Columbia Pictures Televison). In der vorliegenden Verfilmung wurde das Ganze mit einigen Elementen und Ausstattungsvarianten der Filme der Dinomania und der aktuellen Horror- und Sciencefictionszene verknüpft. Publikumswirksam agieren meist weibliche Schauspielerinnen, die eine gewisse Popularität durch Pin-Up-Darstellungen und der Mitwirkung in Erotik-Streifen besitzen. Vielleicht ist dies auch der Grund, warum die Damen bei ihrem Einsatz nur mit Unterhemd zu sehen waren. Aber nun zum Inhalt in Kurzfassung:

Saurier im ErdinnerenWie auch schon im ebenfalls von „The Asylum“ produzierten Streifen  30,000 Leagues Under the Sea beobachten wir Militärs bei der Lösung ihrer manchmal recht fragwürdigen Forschungsvorhaben. Grundidee des vorgestellten Projektes ist ein Transferieren von Personen und Material auf elektronischem Wege direkt durch die Materie der Erde. Ein Kommando von weiblichen „Amazonen“ unter der Führung von Jennifer Renee soll so von Kanada durch die Erdrinde nach Deutschland (Stuttgart!) „gebeamt“ werden. Leider passiert dabei eine Panne: Die Mädels kommen nicht auf der anderen Seite an. Stattdessen hängen sie in mitten der Erde fest. Dort sehen sie sich einer prähistorischen Fauna ausgesetzt und angreifende Sauriern dezimieren die Gruppe (siehe Szenenbild links; © The Asylum Home Entertainment). Als die Ausgangsbasis die Panne bemerkt, bekommt der Projektleiter Joseph Harnet die Aufgabe, die Truppe wieder zurück zu holen. Dabei erhofft er Hilfe von der Forscherin Emily Radford, die an einem felsbrechenden Spezialfahrzeug arbeitet. Zuerst meldet sie Wiederstand an, ist sie doch vor einiger Zeit wegen der militärischen Nutzung ihrer Forschungen aus dem Team um Harnet ausgestiegen. Als sie aber erfährt, dass ihre Schwester ebenfalls unter der Erde feststeckt, stimmt sie notgedrungen zu.

Kurz darauf ist ihr Spezialfahrzeug einsatzbereit und gemeinsam mit Harnet nimmt sie von der Militärbasis aus den Weg in das Innere auf. Ihr Gefährt frisst sich durch die Erdschichten, dabei durch Ultraschall feste Gesteine zertrümmernd und mit einer Art Raketentreibsatz sich fortbewegend (siehe Bild ganz links unter dem Cover und die obigen Bildzitate der „Ideengeber“). Natürlich darf die Reise nicht zu reibungslos gehen, bei einer Panne muss die Chefin schon selbst an der Technik Hand anlegen. Währenddessen kämpfen sich die eingeschlossenen Mädels durch die Bedrohungen der dortigen fremden Welt, deren Detailschilderungen ich hier einfach mal weglasse, es ist meist genrebedingtes Füllmaterial solcherart gefertigter Streifen. Natürlich kommen die Retter gerade noch zur richtigen Zeit unten (oder drinnen?) an, um der bedrohten Truppe helfend beiseite zu stehen. Aber es gibt noch einen Verlust: Victoria (übrigens die schauspielernde Tochter von Greg Evigan, der den Harnet spielt) wurde durch Riesenspinnen infiziert und ihr Leib zerbirst vor den Augen der Anderen. Schließlich kann im letzten Moment Harnet durch eine kleine in den Boden gerammte Sonde eine Rück-Transmission in die oberirdische Basis durchführen, dass Spezialfahrzeug bleibt unten zurück. Das Ende der Geschichte passt zum Gesamtmachwerk: Der schuftige Abteilungsleiter des Gesamtprojektes Noah Freeborne bekommt von Emily einen Faustschlag, weil er das Leben der Mädels trotz unausgereiftem Projekts auf das Spiel setzte und die anderen fallen sich paarweise in die Arme ....

Nachbemerkung: Basis meiner Rezension ist die von mir ausgewertete originale US-DVD-Fassung. Aber der hier angebotene Streifen kann selbst von einer pfiffigen Synchronisation nicht aufgewertet werden. Ich habe diesen Film nur in meine Filmothek aufgenommen, weil in der Ankündigung und im Abspann ausdrücklich auf Jules Verne verwiesen wird. Ansonsten hätte der Film aus meiner Sicht keine Aufnahme unter den Verfilmungen Vernes gefunden.

Buch

Die Reise zum Mittelpunkt der Erde - Buch und Übersicht der Verfilmungen


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Hinweis: Beschrieben werden nur in meiner Sammlung befindliche Bücher und Verfilmungen. Copyright © Andreas Fehrmann – 12/08, letzte Aktualisierung 11. August 2016

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