Collection Fehrmann

Jules Vernes „Voyages extraordinaires"

- Band VE 25 -


Buch oben: Verlag Neues Leben, Berlin 1969, 1. Auflage, L-Nr. 303(305/66/69 – CF /2501/). Buch unten: Verlag Neues Leben GmbH, Berlin 1993, ISBN 3-335-01387-0 – (CF /2502/ - Hinweis: Aus mehreren Versionen meiner Sammlung habe ich nur diese Beispiele ausgewählt)


Der Südstern“ (1884), auch unter „Der Stern des Südens“

Die Originalausgabe erschien am 6. November 1884 unter dem Titel „L'Étoile du Sud. Le Pays des diamants“ bei Hetzel in Paris. Die Vorabveröffentlichung erfolgte in Hetzels „Magasin d'Éducation et de Récréation“ vom Januar bis Dezember 1884 (siehe Titel davon weiter unten /3/). Links ein deutsches Frontispiz der Auflage von A. Hartleben's Verlag 1889 /1/.

Der französische Minen-Ingenieur Cyprien Méré reist nach Afrika, um in die dortigen Diamantenminen Arbeit zu finden. Dort schuften Digger aus aller Herren Länder, unterstützt von vielen Schwarzen die die eigentliche Knochenarbeit machen müssen, unter der glühenden Sonne Afrikas. (Bild rechts: So zeichnete L. Benett die Gewinnung der Diamanten /2/). Zuerst ist Cyprien Méré als Vermesser tätig, aber dann nimmt er selbst an der Diamantengewinnung teil. Als er nach vielen Mühen endlich einen verkaufbaren Rohdiamanten findet und als er für diesen Stein nur einen geringen Lohn erhält, versucht er auf andere Weise an die begehrten Edelsteine zu gelangen. Er glaubt, dass er den Stein der Weisen gefunden hat: Nämlich die künstliche Herstellung von Diamanten, einem Projekt an dem er schon lange vorher in seiner Heimat theoretisch gearbeitet hatte. Bei einem Versuch mit seinem Reverberier-Ofen scheint es ihm geglückt zu sein: In der zersplitterten Metallhülle findet sich unter einer Tonschicht ein riesiger Rohdiamant.

Nach dem fachmännischen Schleifen wird er bei einem Fest bei dem Minenbesitzer Watkins der Öffentlichkeit vorgestellt und Alice, die Tochter Watkins, tauft ihn auf den Namen „Der Stern des Südens“. Natürlich sind jetzt die Diamantgrubenbesitzer Südafrikas alles andere als erbaut von der Konkurrenz, die ihnen entstanden ist, und niemand kann es verhindern, das Monsieur Méré von ihnen bedroht wird. Es kommt aber noch schlimmer: Der Stern des Südens, der erste Stein den er hergestellt hat, verschwindet inmitten der Präsentation. Des Diebstahls verdächtigt wird Matakit, der schwarze Freund Mérés, der den Verdacht durch seine Flucht in den Busch nur noch vergrößert.

Nach wochenlanger Verfolgungsjagd quer durch Südafrika erreicht ihn endlich Méré, aber Matakit kann beweisen: Er hat den Stein nicht gestohlen. Fast scheint es, als solle das Rätsel um den ersten künstlichen Diamanten der Welt ungelöst bleiben, aber dann erklärt sich doch noch alles auf eine sehr verblüffende und natürliche Art und Weise.

Eine detailliertere Beschreibung der Romanhandlung ist dem Film (2) in der 2001er Version aus Frankreich zu entnehmen, da diese Umsetzung dem Roman sehr nahe kommt.

QUELLEN:

/1/ „Der Südstern oder Das Land der Diamanten“ aus Bekannte und unbekannte Welten Bd. 45 von A. Hartleben's Verlag Wien, Pest und Leipzig 1887 - CF /2505/

/2/ Bildzitat aus /1/ von Seite 25

/3/ Macé / Stahl / Verne: „Magasin d'Éducation et de Récréation“; 20me année 1884, 1er semestre, 39me Volume de la collection, Seite 1 – CF /6606/

Film 1

Der Stern des Südens: Verfilmung: GB 1969

Film 2

Der Stern des Südens: Verfilmung Frankreich 2001 als Animationsfilm

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Hinweis: Beschrieben werden nur in meiner Sammlung befindliche Bücher und Verfilmungen. Dargestellte Bücher sind Beispiele daraus.

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