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Collection Fehrmann Jules Vernes „Voyages extraordinaires*"Jules Verne - Short Stories (* Dieser Band ist nicht offizieller Bestandteil der VE) |
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vorliegend aus: ©
Chroniken der Science-Fiction-Gruppe Hannover (SFGH); CHRONIK
199 – September 2002; Herausgeber/Redaktion: Wolfgang
Thadewald. Übersetzung von Volker Dehs, Deutsche
Erstveröffentlichung.
Vernes Beziehungen zu Amiens und umfangreiches historisches Bildmaterial zur Stadt möchte ich auf den nachfolgenden Seiten vorstellen:
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„Eine ideale Stadt“ (1875) Erschien unter dem Titel: „Une
ville idéale“ am 13./14. Dezember 1875 im „Journal
d'Amiens“. Dieses Werk ist in der
Jules Verne hält als Mitglied der Akademie von Amiens am 12. Dezember 1875 vor der öffentlichen Jahresversammlung eine Rede. Wie oben beschrieben, wurde diese dann veröffentlicht. In seiner Rede nutzte er, wie auch schon bei anderen Kurzgeschichten, die Mittel der Satire, um Seitenhiebe an seine Zeitgenossen auszuteilen und um Vorstellungen zur möglichen Entwicklung der Stadt Amiens möglichst ungezwungen an seine Zuhörer zu bringen.
Ich will
nachfolgend nicht eine komplette Inhaltsangabe geben, besonders
auch nicht die städtischen und technischen Details, möchte
aber doch einige Passagen vorstellen, die den Schalk in seinen
Ausführungen deutlich werden lassen (wörtliche Zitate
aus obiger Quelle in blau dargestellt). So vermisst er
städtische „Steuereintreiber“ oder Bettler,
stellt aber gleichzeitig fest, dass alle Wege befestigt sind:
„Wie – man sollte bei
Regenwetter da durchgehen können, ohne bis an die Knöchel
im Matsch stecken zu bleiben?....“. In Folge macht
er sich über Modenarrheiten lustig und über
offensichtlich schon damals als Thema vorhandene „Moderne
Musik“. Etwas später beschreibt er einen prächtigen
Zirkus und Konzertsaal, der offensichtlich damals schon lange
geplant war, der aber (siehe oben links) erst viel später
gebaut wurde. Nachdem er zweifelt, ob dies wirklich sein ihm
bekanntes Amiens ist, hat er wenig später Klarheit, als er
eine Überschwemmung auf dem Périgordplatz entdeckt:
„Die Wasserleitung! „, rief
ich aus, „die Hauptleitung, die hier jedes Jahr mit
mathematischer Präzision zu brechen geruht – ja, ich
bin wirklich in Amiens.....“. Und so schreitet er
weiter durch die Straßen und Plätze der Stadt.
Amüsant war eine Diskussion mit einem Mediziner, der Verne
nahe brachte, das es doch Fortschritte in der Medizin gäbe.
„Ach“, entfuhr es mir,
„gewisse Fortschritte! ... Heilen Sie jetzt etwas Ihre
Kranken?“. (Vertiefend dazu:
In diesem Stil führt er seinen Rundgang fort, bis er in seiner Erzählung nach einer Aufwachphase feststellen muss, dass doch alles nur ein Traum war – ein Traum vom Amiens des Jahres 2000. Auf
seine technischen Visionen der Stadtgestaltung eingehend, habe
ich weitere Details zur Straßenbeleuchtung auf meiner
Seite
Das alte AMIENS (Bildmaterial: historische Postkarten): Bild
links: AMIENS – Le Cirque: Als 1888 Jules Verne Verne in
den Stadtrat gewählt wird, hat er seinen ersten
öffentlichen Auftritt am 23. Juni 1889 mit einer Rede zur
Eröffnung des städtischen Zirkus. (
Bild rechts: AMIENS – Le Marché |
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Hinweis: Beschrieben werden nur in meiner Sammlung befindliche Bücher und Verfilmungen. Dargestellte Bücher sind Beispiele daraus. |
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© Andreas Fehrmann 10/02, update 1. Januar 2008