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Zu Hause bei Jules Vernes in Amiens (1871 bis 1905) |
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Quellenangaben, und vielleicht der Reiz etwas mehr darüber zu lesen? (Die Systematisierung bezieht sich nur auf die Nutzung für diesen Beitrag) /1/
Volker Dehs: „Jules Verne“ Rowohlt
Taschenbuch Verlag GmbH 1986; Seite 78 (Detailangaben siehe
/2/ ebenda, Seite 104
/3/ ebenda, Seite 116
/4/
Paule Roy und Maurice Duvarel: „Amiens de Daguerre à
Jules Verne 1849 – 1905“; Seite 97 (Detailangaben
siehe
/5/ Zeitgenössische Postkarte, von mir nachbearbeitet.
/6/ Der Ursprung dieses oft zitierten Bildes konnte ich nicht mehr ermitteln. /7/ aus /4/ Seite 105 /8/ und /9/ Foto © Fehrmann 03/2005
Ergänzende Artikel / Dokumente:
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Noch während man in Le Crotoy wohnte, wurde von den Vernes eine Wohnung in Amiens genutzt. Diese am Boulevard Saint-Charles Nr. 3 war ein Anlaufpunkt auf halben Wege nach Paris, aber eben keine dauerhaft genutzte Wohnung. Im Jahre 1871 entschließt man sich ganz von Le Crotoy nach Amiens zu ziehen. Dies hatte mehrere Beweggründe. Ein Grund war die gesuchte Nähe zu Paris, in der Jules seine Geschäfte abwickelte, aber gleichzeitig war es auch die Stadt Honorines. 1856 hatte Jules hier seine zukünftige Frau kennen gelernt. Sie hatte hier ihre Wurzeln, hier lebten ihre Eltern. So ist es nicht verwunderlich, dass Honorine auch nach der Heirat öfters in Amiens Besuch war, gerade wenn Jules wieder mal längere Zeit unterwegs war. Aber die siebzig Kilometer zwischen Le Crotoy und Amiens waren mehr als eine Entfernung: Amiens war zwar mit seinen damals etwa 62.000 Einwohnern nicht riesig, doch immerhin voller Leben und nicht so „ruhig“ wie Le Crotoy mit seinen damals zirka 1500 Einwohnern. Gerade Honorine soll sich dort gelangweilt haben.
BILDER: links – Die „Cathédrale“ aus der Sicht von „La Place des Huchers“ 1870 /4/; rechts: Der Platz St. Denis, als Beispiel der moderneren Innenstadt /5/ Kaum
war die Familie 1871 nach Amiens an den Boulevard Guyencourt 23
gezogen, der am südlichen Stadtring liegt, wechselte man im
März 1873 von dort in ein Reihenhaus am Boulevard
Longueville 44, der heute Boulevard Jules Verne heißt.
Dieses recht unscheinbare Haus sollte Jahre später auch die
letzte Wohnung Jules Vernes sein. Parallel zu diesem Haus hatte
das Ehepaar im September 1877 noch eine Zweitwohnung in Nantes
angemietet (siehe
Aber ich möchte nochmals auf die Beziehungen Vernes zur Stadt Amiens eingehen. Als die Familie nach Amiens zieht, eilt Jules Verne schon der Ruf eines erfolgreichen Schriftstellers voraus. „Natürlich freut man sich in der Provinz über den berühmten Neuling und beeilt sich, ihn in die »gute Gesellschaft« zu integrieren. Am 8. März 1872 wird er einstimmig in die Académie d'Amiens aufgenommen und soll am 28. Juni seine Begrüßungsrede halten.“ /1/ In den Jahren 1875 und 1881 wird er sogar zum Vorsitzen der Akademie gewählt. Aber es drängt ihm auch in politische Ämter und so erhält er im Jahre 1888 1892, 1896 und 1900 ein Mandat für den Stadtrat.
Aber Jules Verne hat auch in seinen Werken der Stadt Amiens ein Denkmal gesetzt. So taucht der Name der Stadt in mehreren seiner Werke wieder auf: Im Roman „Reise mit Hindernissen nach England und Schottland“ und in den Kurzgeschichten: „Eine ideale Stadt“, „Zehn Stunden auf der Jagd“ oder in Paul Vernes „Von Rotterdam nach Kopenhagen...“. Wobei der „Frieden von Amiens“ in mehreren Romanen vorkommt.
Ergänzendes Bildmaterial - Foto links oben: Das Haus Boulevard Longueville 44 im Jahre 2005 /8/. Bild in der Mitte: Teil der Illustration „Das Haus von Mr Dean Fortsyth“ aus dem Roman „Die Jagd nach dem Meteor“. Offensichtlich muss der Illustrator in Vernes Haus in der Dubois zu Gast gewesen sein. Siehe dazu die Turmverzierungen auf dem rechten Bild /9/. |
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Copyright © Andreas Fehrmann – 10/05, update 24. Oktober 2005