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Karel Zeman ... bei der Arbeit beobachtet
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Auf dieser Seite
wollen wir hinter die Kulissen schauen. Unter viel Mühe ist
es mir gelungen, Bildmaterial aus dem Schaffen Karel Zemans
zusammenzutragen. Dieser Beitrag wird den
Film-Insider nicht vollständig zufrieden stellen, da mir
viele fachliche Details fehlen. Aber wenn jemand ergänzen
möchte, so bringe ich den Beitrag gern hier unter. Für
Filmbeschreibungen bitte ich immer die angebotenen Verbindungen
zu nutzen. Die Quellen des Bildmaterials sind nicht
immer genau feststellbar, so dass generell für Bilder ohne
Copyright gilt: © by Czech National Film Archive in Prague.
Aber beginnen im Studio: Links
unten sehen wir ihn seinem Atelier in Zlyn bei der Animation des
Puppenfilms Pan Prokouk (Foto © Bonton Zlyn). Rechts
ist er Jahre später an seinem Arbeitsplatz zu sehen (Foto
aus Quelle
Die Szenen mit dem Kampf der urweltlichen Giganten blieben bei vielen Zuschauern fest in Erinnerung. Zumal die Filmkinder nach dem Tod des Stegosaurus auf diesem herumkletterten und ihn für das Tagebuch ausmaßen und fotografierten. Die Kampfszenen der Saurier waren in der damals üblichen Stopp-Motion-Technik hergestellt. Dieses Verfahren kennen wir vor allem aus den Puppentrickfilmen. Aber wie kann man auf einen nichtexistenten Saurier herumklettern? Dazu wurde eine kleine Attrappe aus Pappe geschaffen, hinter dem man ein Treppengerüst baute, das viele Meter hinter der Attrappe aufgestellt wurde. Aus der richtigen Perspektive gefilmt sieht es so aus, als wenn die Jungs, die eigentlich weit im Hintergrund auf der Treppe stehen, gerade auf dem Stegosaurus herumklettern. Dabei ist noch zu ergänzen, das die kleine Attrappe so detailgetreu gebaut wurde, dass sie selbst für absolute Nahaufnahmen geeignet war.
Etwas
später im Film fuhren die Jungs mit ihrem Floss durch den
Karbonwald. Rein technisch treffen wir Filmschnitte mit Realfilm
und Animationsszenen, Nahaufnahmen mit realem Dekorationsteilen
und teilweise realen Hintergrund in Kombination mit geschickt
eingebauten künstlicher Kulissen. Eine andere Variante ist
der wie rechts und links zu sehende erneute Genrewechsel: Die
Dekoration eines künstlichen Hintergrunds hat man vorn mit
“echten” Wasser kombiniert und auf diesem treibt das
Floss mit den Puppenfigurinen der Hauptdarsteller. Die
exakte Nachbildung der Fauna und Flora war unter anderem der
künstlerischen Umsetzung der gezeichneten Vorlagen des
bekannten tschechischen Malers Zdenek Burian und der Umsetzung
durch den Filmarchitekten Zdenìk Rozkopal zu verdanken.
Siehe dazu vertiefend auch meine Seite:
Gleich zu Beginn des Filmes stellt der Ingenieur Simon Hart mit Befriedigung fest, “... dass das Reisen mit der Eisenbahn sich nun bereits des Vertrauens breitester Kreise erfreut.”. Damit er so wie links dargestellt auch “richtig” in Bewegung kommt, muss die Filmlokomotive natürlich realitätsnah dampfen. Auch hier behalf man sich wieder mit einer Attrappe. Im richtigen Abstand hinter der aus Stahlstichen reproduzierten Dampflok platziert, konnte diese danach durch die Kulissen dampfen.
Besonders beeindruckend waren auch die Unterwasserszenen. So wurde zum Rettungsversuch der in „Back Cup“ eingeschlossenen Entführten ein kleines U-Boot benutzt, welches sich durch den Unterwassertunnel „einschleichen“ sollte. Dazu wählte Zeman eine recht eigenwillige skurile Konstruktion. Das U-Boot hatte seitlich angebrachte Flossen, welche es rudernd vorwärts bewegten. Vielleicht war das seine Art, die technische Überlegenheit der Piraten darzustellen. Wie wir wissen, war dieser Befreiungsversuch fehlgeschlagen. Das linke Bild, welches ich bei Kratky-Film Prag fand, zeigt Zeman bei eine der Einstellungen, die für die Stop-and-Motion-Technik genutzt wurden. Das Endergebnis sehen wir rechts.
Und hier eine seltene Aufnahme: Der Meister hinter der Kamera bei den Dreharbeiten zum Film Auf dem Kometen. Da ich diese Bild auf einer russischen WEB-Seite fand, die weder eine exakte Quellenangabe noch eine Datierung hatte, konnte ich nur diese spärliche Angabe zum Film entnehmen.
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Copyright © Andreas Fehrmann – 08/2002, update 10. Sept. 2009